Sein erstes Gedicht hat Alexander Nitzberg mit elf Jahren für seine Mutter zum Geburtstag übersetzt: Puschkin. Kurz zuvor war die Familie von Moskau nach Deutschland übersiedelt. Inzwischen kann man, was in der russischen Literatur Rang und Namen hat, auf Deutsch von ihm lesen: Von Bulgakows Meister und Margarita über Wladimir Majakowski, Anna Achmatowa und Daniil Charms bis zu Dostojewskis Der Spieler hat er Klassiker und Entdeckungen übersetzt. Im Sommer hätte Nitzberg den Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung entgegennehmen sollen, wegen Corona wird es nun erst im Herbst so weit sein.