Austria

Ungustiöses aus der Asia-Box: Nach Teigtaschen sind nun Nudeln im Visier

Illegale asiatische Produktion

© Bundesministerium für Finanzen

Erneut illegale Produktion entdeckt: Wie ein Betreiber die Zustände erklärt

von Konstantin Auer

Ungekühlter Lachs, aufgetautes Fleisch, Schimmel an Wänden und auch auf den Lebensmitteln. Die Finanzpolizei hat Donnerstagfrüh nach Hinweisen von Nachbarn in Wien-Landstraße erneut eine illegal betriebene Lebensmittelproduktion für Asia-Imbisse ausgehoben. Teigtascherln waren es dieses Mal keine – es soll vor allem um Nudelprodukte gegangen sein.

„Da war zu hundert Prozent nichts legal“, berichtet Johannes Pasquali, Sprecher des Finanzministeriums. Es war kein Gewerbe angemeldet, die Arbeiter hatten keine Versicherungen und die Bedingungen in der Wohnung in der Fasangasse waren „besonders abstoßend“.

Illegale asiatische Produktion

In der Wohnung waren zwei Chinesen: Während die in der Küche angetroffene Frau im offenen Asylverfahren ist, befindet sich der Mann in einem Ausweisungsverfahren. Die Ermittlungen nach Hintermännern seien am Laufen.

22. Juli 2019
Vor fast einem Jahr wurde in Wien-Favoriten von der Finanzpolizei die erste illegale Teigtaschenfabrik ausgehoben 

1. August 2019
Nach dem Fund kündigte das Marktamt an, alle 535 Asia-Lokale in Wien kontrollieren zu wollen – schon nach einem Tag wurde man in fünf Lokalen fündig. Nicht wenige Lokalbetreiber fühlten sich falsch behandelt

Oktober 2019
Von Juli bis Oktober des vergangenen Jahres wurden insgesamt 3,95 Tonnen Lebensmittel in 11 heimlichen Fabriken beschlagnahmt, ehe am vergangenen Montag wieder 60 Kilo in der Brigittenau gefunden wurden. Bei diesem Fund scheint es  einen Zusammenhang zum ersten Fund in Favoriten zu geben. Am Donnerstag wurde dann eine Nudel-Produktion entdeckt

Von der Wohnung aus sollen laut Marktamtsprecher Alexander Hengl zumindest zwei Asia-Imbisse – einer ebenfalls in Wien-Landstraße und ein anderer in der Donaustadt – beliefert worden sein. Die Lebensmittel wurden vernichtet, in den Imbissen keine Reste entdeckt. Gesundheitsschädigend seien die Lebensmittel aber nicht gewesen, meint Hengl.

"Wir waren nachlässig"

Der KURIER sprach am Nachmittag mit den Betreibern von einem der belieferten Stände. Es sei die Wohnung von „Freunden von Freunden“ – und man habe die auch selbst als Lager verwendet.

Wegen der Corona-bedingten Pause habe man zwei Angestellte entlassen müssen, daheim warten zwei Kinder: „Wie soll man da Zeit haben, immer alles perfekt zu hinterlassen?“, übersetzt die Frau des Besitzers bei 40 Grad im Imbiss.

Illegale asiatische Produktion

„Wir wissen, dass wir nachlässig waren“, sagt sie, und das tue ihnen leid. Im Stand selbst seien aber ohnehin nur kleine Mängel gefunden worden. In der Wohnung sei es dunkel, und die Luftfeuchtigkeit hoch, deswegen habe es zu schimmeln begonnen, obwohl man die Wände frisch gestrichen habe.

In den nächsten Tagen wolle man das alles richten. Dass man für eine „Lagerstätte“ ein Gewerbe anmelden muss, wollen die beiden nicht gewusst haben.

Illegale asiatische Produktion

Es sei grundsätzlich nicht unüblich, dass dort auch produziert wurde, sagt Hengl. In den Ständen könne man eben nicht alles zubereiten. Angemeldet müsse es aber sein und die hygienischen Bedingungen müssen passen. „Solche Vorfälle gibt es aber immer wieder – nicht nur bei asiatischen Lokalen“.

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