Austria
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Weiterhin viele Firmengründungen in Österreich

Trotz vieler Unsicherheiten werden in Österreich weiterhin viele Unternehmen gegründet. Im ersten Halbjahr 2022 waren es 18.126. Den größten Anteil hatte die Sparte Gewerbe und Handwerk (40,2 Prozent), gefolgt vom Handel (25,7 Prozent) sowie Information und Consulting (etwa 20 Prozent).

Die Branchenverteilung ist stabil, einzig im Handel wurde ein leichter Rückgang bei den Neugründungen verzeichnet. Zurückzuführen sei dies auf das vermehrte E-Commerce, sagte die Leiterin des Gründerservice der WKÖ, Elisabeth Zehetner-Piewald. Insgesamt habe sich die Zahl der neu gegründeten Unternehmen zuletzt auf hohem Niveau eingependelt. Zwar hat es im ersten Halbjahr 2022 mit 18.126 Firmen um 7,7 Prozent weiger Neugründungen als im Vorjahreszeitraum gegeben, der Wert von vor der Corona-Pandemie wurde damit aber deutlich übertroffen. Weiter hoch war auch der Frauenanteil mit 44,2 Prozent.

Hohe Inflation und Arbeitskräftemangel
Obwohl der Gründungsgeist laut Zehetner-Piewald hierzulande aufrecht ist, hätten potenzielle Gründer und Gründerinnen auch viele Bedenken. Dazu zählen die hohe Inflation und eine schwierige Situation am Arbeitsmarkt. „Man kann sich als Arbeitnehmer de facto, wenn man qualifiziert ist, gerade aussuchen, wo man arbeitet“, sagte die Leiterin des Gründerservices. Zudem sei der Mangel an Arbeitskräften ein Problem, da junge Unternehmen ohnehin Schwierigkeiten hätten, geeignetes Personal zu finden.

(Bild: stock.adobe.com)

Einen größeren Rückgang der neuen Unternehmen erwartet Zehetner-Piewald in naher Zukunft dennoch nicht, da Aspekte wie hohe Kosten bereits bei der Planung einkalkuliert werden könnten. So seien in der Corona-Pandemie bereits mögliche Lockdowns und eine verstärkte Digitalisierung mitbedacht worden. Damit weiterhin viele Betriebe in Österreich gegründet werden, brauche es unter anderem einen Beteiligungsfreibetrag und eine nachgeschärfte Arbeitslosenversicherung für Selbstständige.