Austria

Zur Abwechslung etwas Gewagtes: Die gute alte Limousine

DS kreuzt mit der stattlichen, in China gebauten Limousine DS 9 auf und winkt ein bisschen in Richtung Klassik.

Eine ordentliche Marke braucht auch eine ordentliche Limousine, so sieht man das bei DS, der 2015 (neu) gegründeten jüngsten Tochter des ebenfalls jungen Stellantis-Konzerns. Dessen Sortiment umfasst einen bunten Mix aus 14 französischen, italienischen und US-amerikanischen Marken, kurz alles, was PSA und FCA waren.

Alfa überholt

DS soll im Premiumbereich den Rahm abschöpfen, und wenn es auch dauern mag, bis Marke und Positionierung durchgedrungen sind, so hat man immerhin schon ein bekanntes Label aus dem eigenen Haus überholt: Im Vorjahr verkaufte DS in Europa mehr Autos als Alfa Romeo (was angesichts des Zustands der ohne jede Pflege und Modellneuheit darbenden Traditionsmarke auch wiederum keine riesengroße Leistung ist).


Noch im Sommer kommt mit dem DS 4 ein SUV, das wohl eine größere Rolle spielen wird, davor kreuzt DS aber mit einer fast gewagten Extravaganz auf: der guten alten Limousine. „Halo car“ sagt man auf Neudeutsch: Der DS 9 soll als Imageträger das Markenbild formen. Entsprechend üppig die Abmessungen mit über 4,9 Metern in der Länge, zwei Metern in der Breite und beachtlichen 2,9 Metern Radstand. Damit langt man schon in die Oberklasse hinein.
Während Limousinen dieses Typs in Europa und den USA weiterhin auf dem Rückzug sind – das SUV hat sie auf dem Gewissen –, gibt es in Asien sehr wohl Bedarf hierfür, speziell in China sieht man den DS 9 als Chauffeursfahrzeug, bei dem der Besitzer als Chef im Fond sitzt. Praktischerweise wird das Auto auch gleich in China gebaut (auch für Europa), beim chinesischen Partner Dongfeng.

Am oberen Ende der C-Säulen sieht man Positionslichter, die an die DS aus den Sixties erinnern. Dort dienten Leuchten an der Stelle als Blinker.
Am oberen Ende der C-Säulen sieht man Positionslichter, die an die DS aus den Sixties erinnern. Dort dienten Leuchten an der Stelle als Blinker. (c) Christian Houdek


Gleichwohl soll der (oder die?) DS 9 mit Pariser Flair und französischer Handwerkskunst punkten. Wir lernen den Begriff Guillochieren, der das Gravieren von feinen Ornamenten in Metall bedeutet, angewandt an allerlei Deko-Elementen im Innenraum und prominent in Form einer Leiste auf der Motorhaube. Zwei Zitate erweisen der Ikone DS Reverenz: die (entgegen den Trend zum Schlitz) groß ausgeschnittenen Leuchten an der Front und die zwei Positionslichter am Heck, wie sie ähnlich bei der DS als Blinker dienten. Perlenstickereien, ein mit Leder überzogenes Armaturenbrett, auf dem eine analoge Uhr thront – viel Schmuck, viel Zier, aber wie fühlt sich das als Fahrzeug an? Zwei Varianten werden angeboten, beide als „E-Tense“ Plug-in-Hybrid: einmal mit 225 PS (ab 53.450 Euro), einmal mit Allradantrieb und 360 PS Systemleistung (ab 63.950 Euro).

Am Lenkrad viele vertraute Bedienelemente und die digitalen Oberflächen aus der PSA-Welt. In geruhsamer Gangart ist der Antrieb geschmeidig, streckenweise (bis ca. 50 km) rein elektrisch; fordert man dem kleinen 1,6-Liter-Benziner Höchstleistung ab, erntet man Dröhnen.
Der Fahrkomfort des fast zwei Tonnen schweren Autos ist gut, aber nicht überragend, denn wie die hydropneumatische gefederte Sänfte aus Citroëns Klassik liegt der DS 9 nicht auf der Straße. Dafür dringen zu viele Detailberichte über die Fahrbahnbeschaffenheit durch, die man lieber nicht empfangen würde. Zumal als Chef, der hinten die Füße ausstreckt.

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