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Anzeige erstattet: Tram-Gequietsche raubt Anwohnern den Schlaf

Die Anwohner an der Tramschlaufe Neuweilerstrasse haben die Nase voll von brummenden Klimaanlagen und quietschenden Trams. Trotz aller Bemühungen der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB), die Lärmsituation an der Tramschlaufe zu entschärfen, wird der Streit mit den Anwohnern wohl im Gerichtssaal enden.

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Das Fass zum Überlaufen gebracht hat der Lärm, den die Trams seit der Gleissanierung im Sommer beim Befahren der Schlaufe verursachen. Laut Emil Ulli, der die 52 Anwohner rechtlich vertritt, habe man sich nach einer Besichtigung vor Ort mit den BVB auf eine Temproreduktion von zehn auf fünf Kilometer pro Stunde geeinigt. Doch diese wurde Ende August aufgehoben – unilateral seitens den BVB, sagt Ulli. «Für die Anwohner ist das unbegreiflich», klagt er.

Zwischenzeitlich hat er im Namen der Anwohnerschaft Strafanzeige wegen Störung der Nachtruhe eingereicht. «Die Anwohner werden durch die heutige Lärmsituation psychisch massiv belastet, vom ersten Tram um 5 bis zum letzten Tram um 1 Uhr», steht in seinem Schreiben. BVB-Sprecher Benjamin Schmid bestätigt die Aufhebung der Temporeduktion auf Anfrage von 20 Minuten. Vergangene Woche wurden Lärmmessungen durchgeführt, um die Lage neu zu beurteilen.

Geplagte Anwohner zerren ÖV-Betrieb vor Gericht

Dabei war das Problem fast aus der Welt geschafft

Der Lärmstreit zwischen den Anwohnern und den BVB geht auf die ab dem Jahr 2000 in Verkehr gesetzten Combino-Trams zurück. Die neuen Klimaanlagen der an der Endstation wartenden Wagen waren den Bewohnern zu laut und sie zogen das Bundesamt für Verkehr (BAV) bei. Dieses stellte fest, dass die durchschnittliche Lärmbelastung in der Nacht mit 52,1 Dezibel über dem Grenzwert von 50 Dezibel lag.

Das BAV forderte die BVB zum Handeln auf. Das ÖV-Unternehmen begann, die Klimaanlagen nachzurüsten und ihren Betrieb auf die Tageszeit zu beschränken, so Schmid. Zudem stellten sich die Anlagen der ab 2014 eingesetzten Flexity-Trams als leiser heraus. «Es ist eine wesentliche Verbesserung zustande gekommen», konstatiert Ulli.

Just als der Lärmstreit gelöst schien, machten die neuen, aber plötzlich quietschenden Gleise einen Strich durch die Rechnung.

Schwerwiegende Auswirkungen

Permanent Lärm ausgesetzt zu sein, ist nicht harmlos. «Menschen haben von Natur aus ein tief verwurzeltes Fluchtverhalten. So wirkten laute Geräusche ursprünglich als Alarmzeichen oder als Bedrohung, insbesondere in der Nacht», sagt Dominik Keller vom Amt für Umwelt und Energie. Unser Organismus reagiere deswegen noch heute auf vorbeifahrende Autos und lärmende Lastwagen mit der Ausschüttung von Angriffs-, Flucht- und Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol). Diese würden die Wachsamkeit erhöhen, den Blutdruck und die Herzfrequenz steigen lassen und könnten so die Gesundheit beeinträchtigen.

«Während der Nacht verursacht Lärm Schlafstörungen, Aufwachreaktionen oder verunmöglicht Tiefschlafphasen. Zwingend notwendige Erholungsphasen werden beeinträchtigt, was chronische Ermüdung, erhöhte Reizbarkeit, und Abnahme der Leistungsfähigkeit zur Folge haben kann», so Keller weiter. Dies könne bereits ab Geräuschen über 30 Dezibel der Fall sein. Studien würden zeigen, dass regelmässige Schlafstörungen nicht einfach nur lästig sind, sondern eine echte gesundheitliche Bedrohung darstellen.

(las)

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