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Biden stellt neues Team vor: «Amerika ist zurück und bereit, die Welt anführen»

Bei der Vorstellung seiner Kandidatinnen und Kandidaten für Schlüsselposten in der neuen Regierung machte der gewählte US-Präsident Joe Biden klar: Die Tage von «America first» sind gezählt.

Ein Team, mit dem Amerika bereit sei, für seine Werte einzutreten: Joe Biden stellt seine Kandidaten vor.

Ein Team, mit dem Amerika bereit sei, für seine Werte einzutreten: Joe Biden stellt seine Kandidaten vor.

Foto: Carolyn Kaster (Keystone) 

Der gewählte US-Präsident Joe Biden und seine Kandidaten für aussen- und sicherheitspolitische Schlüsselposten in der künftigen Regierung haben den Führungsanspruch von Amerika in der Welt betont. «Es ist ein Team, das die Tatsache spiegelt, dass Amerika zurück ist, bereit, die Welt anzuführen, statt sich aus ihr zurückzuziehen», sagte Biden am Dienstag in Wilmington in klarer Anspielung auf den Kurs der USA unter der Regierung des Republikaners Donald Trump. Mit seiner künftigen Regierungsmannschaft sei Amerika «bereit, unseren Gegnern entgegenzutreten, statt unsere Verbündeten zurückzuweisen, bereit, für unsere Werte einzutreten».

Biden stellte im Beisein von der gewählten Vizepräsidentin Kamala Harris sechs Mitglieder seines aussen- und sicherheitspolitischen Teams vor, von denen vier vom US-Senat bestätigt werden müssen. Sie stünden für «Erfahrung und Führungsstärke, frisches Denken und neue Perspektiven». Bidens langjähriger Berater Antony Blinken ist als US-Aussenminister nominiert, Alejandro Mayorkas, der auf Kuba zur Welt kam, als Heimatschutzminister, Avril Haines soll nach dem Willen Bidens die Direktorin der US-Geheimdienste werden und Linda Thomas-Greenfield die USA als Botschafterin bei den Vereinten Nationen in New York vertreten. Biden hat den früheren Aussenminister John Kerry zum Sonderbeauftragten für Klimafragen berufen, Jake Sullivan soll sein Nationaler Sicherheitsberater sein.

«Wir können nicht alle Probleme der Welt alleine lösen, wir müssen mit anderen Ländern zusammenarbeiten. Wir brauchen ihre Mithilfe, wir brauchen ihre Partnerschaft», sagte Blinken. Thomas-Greenfield sagte: «Amerika ist zurück. Multilateralismus ist zurück. Diplomatie ist zurück.»

Haines erklärte, sie wisse, dass Biden und Harris ihre Mannschaft nicht in ihrem eigenen Interesse, sondern im Interesse des amerikanischen Volkes zusammengestellt hätten. Haines sagte von sich selbst, sie habe sich nie davor gescheut, den Mächtigen gegenüber die Wahrheit zu sagen. Biden schätze die Perspektive der Geheimdienste und werde dies auch tun, wenn das, was ihm zugetragen werde, «unbequem oder schwierig» sei.

Der 78-jährige Demokrat Biden forderte den US-Senat auf, den erforderlichen Bestätigungsprozess seiner Kandidaten einzuleiten und sie alsbald anzuhören. Er äusserte zudem die Hoffnung auf parteiübergreifende Zusammenarbeit, um das Land voranzubringen und zu einen. Führende Republikaner im US-Kongress haben Biden – wie Amtsinhaber Trump – bislang nicht als gewählten Präsidenten anerkannt.

Der Übergangsprozess vor dem Regierungswechsel im Weissen Haus kann nach einer wochenlangen Blockade nun aber auch offiziell beginnen. Biden begrüsste eine entsprechende Entscheidung der zuständigen Behörde GSA von Montag. «Ich freue mich, von der GSA die Zusicherung erhalten zu haben, einen reibungslosen und und friedlichen Machtwechsel durchzuführen», sagte Biden. Seine Mitarbeiter könnten sich nun auf die bevorstehenden Herausforderungen wie die Corona-Pandemie vorbereiten.

Biden will gleich vom ersten Tag an die Politik von Donald Trump umkehren. Vor allem will er in wichtige internationale Abkommen wie das Klimaabkommen von Paris zurück, was Biden nach der für den 20. Januar geplanten Amtseinführung per Erlass einleiten kann.

Kerry sagte mit Blick auf den Klimawandel: «Um diese Krise zu beenden, muss die gesamte Welt zusammenkommen.» Er unterstützte Biden in seinem Ansinnen, an Tag eins seiner Präsidentschaft in das Klimaabkommen von Paris zurückzukehren, was allerdings nicht genug sei. Kerry appellierte an die internationale Gemeinschaft, bei der UN-Klimakonferenz im November 2021 in Glasgow ehrgeizig zu sein. «Sonst werden wir alle gemeinsam scheitern und Scheitern ist keine Option.»

SDA/sep

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