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Brett Kavanaugh muss um seine Nominierung als Richter am Supreme Court bangen

Zuerst gab es nur eine anonyme Anschuldigung gegen Brett Kavanaugh, nach der er vor mehr als dreissig Jahren versucht habe, eine Frau zu vergewaltigen. Nun hat die Frau der «Washington Post» ein Interview gegeben.

msl/esb/Agenturen Seit vergangenem Freitag sieht sich Brett Kavanaugh, der Kandidat für einen Sitz am obersten Gericht der USA, dem Supreme Court, mit dem Vorwurf konfrontiert, eine Frau sexuell belästigt oder missbraucht zu haben – nun hat die Frau der «Washington Post» ein langes Interview gegeben und ihre Identität enthüllt.

Brett Kavanaugh am dritten Tag seiner Anhörung. (Alex Wroblewski / Reuters)

Professorin Christina Blasey Ford, eine 51-jährige Psychologin, die an der Palo Alto Universität in Kalifornien forscht, erklärte der «Washington Post», Kavanaugh habe sie vor mehr als 30 Jahren an einer High School Party in einem Raum auf ein Bett gedrückt, sie begrabscht und mit der Hand den Mund zugedeckt, um zu verhindern, dass sie schreit. Er sei betrunken gewesen. «Ich dachte, er würde mich aus Versehen umbringen», sagte Blasey Ford der Zeitung. Als ein Freund Kavanaughs auf sie beide drauf gesprungen sei und daraufhin alle drei vom Bett gefallen seien, habe sie fliehen können. Sie sei davon ihr ganzes Leben psychisch beeinträchtigt gewesen.

Kavanaugh hatte die Anschuldigungen entschieden bestritten, als sie am vergangenen Freitag erstmals bekannt geworden waren. Das Weisse Haus hatte in der Folge einen Brief veröffentlicht, in dem 65 Frauen erklärten, sie hätten Kavanaugh zu seiner Zeit in der High School gekannt und würden für seinen Charakter bürgen.

Die Demokraten versuchten Blasey Fords Interview am Sonntag sogleich politisch zu nutzen. Die demokratische Senatorin Feinstein bezeichnete die Anschuldigungen gegen Kavanaugh als «extrem schwerwiegend» und verlangte, dass das FBI die Sache untersuche. Eine geplante Abstimmung im US-Senat über die Berufung Kavanaughs solle verschoben werden. Kavanaugh soll nach bisherigen Fahrplan am Donnerstag vom Justizausschuss des Senats empfohlen und vom Senat dann noch im September offiziell ernannt werden.

Indessen hat der Vorsitzende der US Justizkommission Chuck Grassley Telefonanrufe mit Kavanaugh und mit seiner Anklägerin noch vor Donnerstag vereinbart. Der republikanische Senator Jeff Flake aus Arizona hatte nach einem Bericht in «Politico» mehr Informationen über den Vorfall vor einer Abstimmung verlangt. Aus dem Weissen Haus hiess es am Sonntag Präsident Donald Trump werde die Nominierung Brett Kavanaughs nicht zurückziehen.

Die Demokraten wollen Kavanaughs Berufung mit allen Mitteln verhindern. Sie befürchten, dass er am Obersten Gerichtshof eine konservative Mehrheit zementieren wird und für die Aufhebung des Grundsatzentscheides des Obersten Gerichtshofes, «Roe vs. Wade», aus dem Jahr 1973 stimmen würde. Seit «Roe vs. Wade» gilt die Abtreibung in den USA als Teil der Privatsphäre und ist erlaubt. Konservative wollen seit Jahrzehnten den Entscheid rückgängig machen. Supreme-Court-Richter sind in den USA hochpolitische Positionen.

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