Switzerland

Credit-Suisse-Resultat verunsichert Aktionäre

Die Credit Suisse erwartete ein Gewinn von über 600 Mio. Fr.

Die Credit Suisse erwartete ein Gewinn von über 600 Mio. Fr.

Arnd Wiegmann / Reuters

Die Aktionäre haben das Ergebnis der Credit Suisse für das dritte Quartal nicht goutiert. Die Titel fielen bis zum Nachmittag um mehr als 5% und verloren damit deutlich mehr als der Swiss-Market-Index (SMI). Die Titel dümpeln deshalb weiter auf tiefem Niveau, seitdem sie rund um die Corona-Krise in den einstelligen Bereich gesunken sind.

Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn war im dritten Quartal um 38% auf 546 Mio. Fr. gesunken. Erwartet worden war ein Gewinn von über 600 Mio. Fr. Grund für die Einbussen waren laut der Bank Restrukturierungskosten und negative Nettoeffekte auf den Vorsteuergewinn wegen Wechselkursbewegungen, vor allem wegen der Dollarschwäche. Eine Rolle spielte auch der Basiseffekt, vor einem Jahr hatte die Grossbank einen einmaligen Gewinn von 327 Mio. Fr. im Zusammenhang mit der Übertragung der Invest-Lab-Fondsplattform an die Allfunds Group erzielt.

Die negativste Überraschung lag beim tieferen Gesamtertrag für die Monate Juli, August und September. Dieser fiel mit 5198 Mio. Fr. 2% unter Vorjahr und 16% unter dem sehr guten zweiten Quartal aus. Positiv überraschten dagegen das Nettoneugeld und die Kapitalquote.

Erstmals berichtete die Bank in der vom Konzernchef Thomas Gottstein neu eingeführten Struktur. Dabei wurden alle Investment-Banking-Einheiten wieder zusammengelegt. Die Investmentbank steigerte denn auch als einzige Division ihren Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr. Gründe dafür waren günstige Marktbedingungen und eine höhere Kundenaktivität, vor allem in Asien. Deutlich tiefer fiel der Gewinn im International Wealth Management aus, die Division umfasst das Private Banking und das Asset Management. Den hohen transaktionsabhängigen Erträgen standen hohe Marktauswirkungen und Restrukturierungskosten gegenüber.

Der Hauptgrund für den tieferen Gewinn in der Division Swiss Universal Bank waren Rückstellungen für Kreditrisiken in Höhe von 52 Mio. Fr. Diese gehen laut der Bank auf einen «Einzelfall» zurück, so soll es sich hier um einen Firmenkunden aus dem Bereich Rohstoffhandel handeln. In diesem heiklen Geschäft arbeite die Grossbank solid, sagte Gottstein an der Medienkonferenz, doch «müssen wir vorsichtig bleiben». Insgesamt fielen die Rückstellungen für Kreditrisiken mit 94 Mio. Fr. deutlich tiefer als im Vorquartal aus.

Im längerfristigen Vergleich über die gesamten neun Monate liegt die Grossbank weiterhin über dem Vorjahr, so bei den Erträgen (5%), beim Vorsteuergewinn (1%) und beim Gewinn (18%).

Im Januar 2021 startet das nächste Aktienrückkaufprogramm mit einem Umfang von bis zu 1,5 Mrd. Fr. Im Minimum wird ein Rückkauf von 1 Mrd. Fr. erwartet. Mit dieser Ausschüttungsquote liege die Bank, dies angesichts des schon nach neun Monaten erzielten Reingewinns von über 3 Mrd. Fr., deutlich tiefer als die Konkurrenz, erläuterte Gottstein. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 27. November wird zudem die zweite Dividendenausschüttung in Höhe der ersten von Fr. 0.1388 brutto je Namenaktie beantragt.

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