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Der FC Basel steht im Viertelfinal der Europa League: 1:0 gegen Eintracht Frankfurt

Die Partie im St.-Jakob-Park war von dem zu erwartenden Bild geprägt: Hoch stehende Frankfurter versuchten abwartende Basler auszukugeln, richtig gelingen wollte es nicht. Der Bundesligist benötigte stehende Bälle, wie in der 19. Minute als Martin Hinteregger per Kopf ein frühes Tor verpasste, oder Zufallsaktionen wie nach einer guten halben Stunde und einem Stolperer von Silvan Widmer, den Filip Kostic nicht auszunutzen vermochte. Anders der FCB, der mit einer Ernsthaftigkeit agierte, die ihm gegen vermeintlich kleinere Gegner in dieser Saison zuweilen schon gefehlt hat. Am Ende wurde der FCB dafür gar mit einem Sieg belohnt, Fabian Frei erzielte zwei Minuten vor Schluss das entscheidende Tor.

Die Umschaltmomente hatten vor dem Spiel sowohl FCB-Coach Marcel Koller als auch sein Frankfurter Antipode Adi Hütter als Schlüssel zum Erfolg hervorgehoben, auch diesbezüglich wusste der FCB am Donnerstagabend zu überzeugen. Die gesamte Saison über gab Kollers Team gegen mitspielende Gegner ein bedeutend besseres Bild ab, als gegen Teams, die dem FCB die Gestaltung alleine überliessen. Das Achtelfinal-Rückspiel lieferte weiteres Anschauungsmaterial. Die eindrücklichste Aktion der ersten 45 Minuten gehörte in der 26. Minute dem Heimteam und entsprang eben einem solchen von Hütter und Koller kolportierten Umschaltmoment.

Nach einem vermeintlichen Ballverlust kämpfte sich FCB-Captain Valentin Stocker den Ball umgehend zurück, via Fabian Frei, einem Absatztrick von Samuele Campo und Raoul Petretta fand der Ball den Weg zu Widmer, dessen Schuss erst am Bein von Frankfurts Goalie Kevin Trapp hängen blieb. Auch nach der Pause, die Eintracht hatte ihre Angriffsbemühungen längst intensiviert, blieb das Heimteam stets gefährlich. Nach einer guten Stunde vereitelte Angreifer Filip Kostic die Vorentscheidung des Spiels erst auf der Torlinie, als der zurückgeeilte Angreifer den Lupfer Stockers von der eigenen Torlinie klärte, eine Viertelstunde vor dem Ende klärte Trapp einen Abschluss Cömerts in extremis mit dem Fuss. In der 88. Minute hatten die Frankfurter dann keinen Fuss und keine Energie mehr zur Stelle, um einen Sololauf Freis zu stoppen.

Für den FCB ist das Erreichen des Viertelfinals und damit die Teilnahme am Finalturnier in Deutschland mehr als nur eine Prestige-Angelegenheit. Mit 1,5 Millionen Euro entlöhnt die UEFA in der Europa League den Einzug unter die besten acht, jeder weitere Sieg im Europacup würde die Kassen zusätzlich füllen. Die Chancen für einen vermeintlichen Aussenseiter standen kaum je günstiger, um selbst mit den Halbfinals zu liebäugeln. Ab den Viertelfinals wird in dieser Saison aufgrund des Coronavirus nur noch eine Partie ausgetragen, ein Rückspiel gibt es nicht. Der Viertelfinal-Gegner der Basler steht derweil schon fest. Am Dienstag treffen sie in Gelsenkirchen auf Schachtar Donezk.

Was die Zukunft von Marcel Koller als Trainer in Basel angeht, dürfte der heutige Erfolg und das damit verbundene Erreichen des Europa-League-Viertelfinals für ein Umdenken in der Basler Führungsriegen nicht genügen. Die Zeichen stehen nach etwas über zwei Jahren auf Trennung, dies unterstrich auch Bernhard Burgeners halbherziges Plädoyer für den Trainer Anfang Woche gegenüber Telebasel. Auf die Frage, ob Trainer Koller Unrecht geschehe, hielt sich der Präsident des FCB vornehm und vielsagend zurück.

Basel: Nikolic; Widmer, Cömert, Alderete, Petretta; Xhaka (87. Marchand), Frei; Stocker (66. van Wolfswinkel), Campo, Pululu (66. van der Werff); Cabral (81. Ademi).

Eintracht Frankfurt: Trapp; Abraham, Hinteregger, N'Dicka (46. Hasebe); Da Costa (67. Chandler), Kohr, Rode (67. Ilsanker), Kostic; Kamada; Dost, Silva (46. Paciencia).

Bemerkungen: Basel ohne Oberlin (nicht spielberechtigt), Omlin, Zuffi und Ramires (alle verletzt). Eintracht Frankfurt ohne Sow (gesperrt). Verwarnungen: 25. Cömert (Foul). 33. Kohr (Foul), 80. Chandler (Foul).

So lief das Spiel

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