Switzerland

Extremsportler Beni Kälin (33) bezwingt mit Vater Erich (63) per E-Bike das 4190 Meter hohe Strahlhorn im Wallis: «Es war ein Moment von purer Magie»

Wo andere kaum zu Fuss hinkommen, fahren sie locker mit dem Velo rauf: Der Berner Extremsportler Beni Kälin (33) und sein Vater Erich Kälin (63) haben mit dem Fahrrad eine Bergspitze überquert. Das Vater-Sohn-Duo hat es in zwei Tagen mit E-Bikes auf das 4190 Meter hohe Strahlhorn im Kanton Wallis geschafft. «Ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man nach einer langen und mühseligen Bergfahrt oben ankommt. Wir sind beide sehr stolz auf unsere erste erfolgreiche Velo-Besteigung», sagt Beni Kälin.

«Rauftragen war keine Option»

Der Speedflying-Pionier und Gleitschirmfluglehrer aus Interlaken BE fährt erst seit einem Jahr E-Bike, doch das Fieber hat ihn gleich von Beginn an gepackt. Nach einer erfolgreichen Gletschertour im Sommer kam der Wunsch auf, mit seinem Velo noch höher hinaufzugehen: «Ich hab mir einen Viertausender gesucht, der möglichst flach ist. Rauftragen war für mich keine Option, zumal die Bikes auch rund 23 Kilo schwer sind», sagt Kälin. «Ich wollte wirklich vom Tal bis zur Bergspitze fahren und wieder runter.»

Als Begleiter kam für den gelernten Elektroniker nur sein Vater infrage. «Er ist fit und seit Jahren ein begeisterter Biker. Ausserdem ist es immer eine tolle Erfahrung, mit ihm auf Tour zu gehen», so Kälin. Mit ihren handelsüblichen E-Bikes, die eine Tretunterstützung bis 25 km/h haben, sowie drei geladenen Akkus im Gepäck fuhren Vater und Sohn in Visp VS los Richtung Gipfel.

Minutiöse Planung

Kälin überlässt auf seiner Fahrt nichts dem Zufall. Als geübter Paraglider ist er sich minutiöse Planung gewohnt. «Vier Tage vor unserer Tour war ich bereits mit den Ski auf dem Strahlhorn und habe die ganze Strecke ausgekundschaftet», sagt er. «Vor allem beim Rauffahren gibt es gefährliche Stellen wie Gletscherspalten zu beachten. Wir haben uns daher angeseilt, wie man das bei Skitouren auch macht.»

Nach erfolgreicher Fahrt zur Mittelstation und Übernachtung in der Britanniahütte starteten die Biker am zweiten Tag um 1 Uhr morgens ihre Gipfelfahrt. «Die letzten 250 Meter waren ein Traum, der Schnee war so hart, dass wir ihn gut befahren konnten», so Kälin. «Normalerweise sind die letzten Meter wegen der Höhenluft der strengste Teil. Doch mit den Velos gelang uns die Strecke mühelos – ein wahrer Genuss.» Auf der Bergspitze angekommen, legte das Duo seine Räder in den Schnee. «Dieser Moment, als die Sonne aufging und wir mit unseren Bikes da oben standen, war pure Magie», schwärmt Kälin.

Das nächste Projekt des sportlichen Vater-Sohn-Gespanns ist bereits geplant: «Wir wollen mit unseren Bikes auf einen Gletscher ohne Schnee fahren, was das Velofahren noch etwas schwerer macht.»

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