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Filmreife Helikopter-Flucht bei Paris: 14 Jahre Haft für Gefängnisausbruch

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epa06855503 Armed police stand by as investigators transport an Alouette II helicopter allegedly abandoned by French prisoner Redoine Faid and suspected accomplices after his escape from the prison of ...

Paris im Juli 2018: Ermittler untersuchen den Helikopter, mit dem Rédoine Faïd geflohen ist. Bild: EPA/EPA

Fünf Jahre nach der spektakulären Helikopter-Flucht eines bekannten Kriminellen aus einem Gefängnis bei Paris hat ein Gericht den Ausbrecher zu 14 Jahren Haft verurteilt. Der auf Überfälle auf Banken und Geldtransporter spezialisierte Serientäter Rédoine Faïd (51) musste sich mit elf mutmasslichen Helfern für den kinoreifen Ausbruch am 1. Juli 2018 verantworten. Drei bewaffnete Komplizen hatten damals einen Hubschrauber in ihre Gewalt gebracht, landeten in einem Hof des Gefängnisses und nahmen Faïd an Bord. Der Ausbruch dauerte nur wenige Minuten, niemand wurde verletzt.

Das Gericht in Paris fällte sein Urteil nach stundenlangen Beratungen in der Nacht zum Donnerstag. Die Anklage hatte 22 Jahre Haft für den geständigen Ausbrecher gefordert. Seine Verteidigerin plädierte auf fünf bis acht Jahre Gefängnis.

Der schon mehrfach zu Freiheitsstrafen verurteilte Franzose war drei Monate nach seiner Flucht nahe Paris gefasst worden. Um von den Fahndern nicht aufgespürt zu werden, hatte er sich zeitweilig unter einer Burka versteckt, also unter einem Ganzkörperschleier. Faïd war 2013 schon einmal aus dem Gefängnis ausgebrochen. Damals hatte er vier Aufseher als Geiseln genommen.

2018 verurteilte ihn ein Gericht wegen seiner mutmasslichen Rolle bei einem gescheiterten Raubüberfall 2010 zu 25 Jahren Haft. Bei einer Verfolgungsjagd war damals eine Polizistin getötet worden. Faïd, der nach eigenen Worten schon als Jugendlicher von Gangsterfilmen fasziniert war, veröffentlichte 2010 nach einer ersten langen Haftstrafe einen autobiografischen Roman und war Gast in zahlreichen TV-Sendungen. Anders als in seinem Roman angekündigt, ging seine kriminelle Karriere aber weiter. (sda/dpa)