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Switzerland

Heikles Sponsoring an Weltausstellung: Philip Morris weist die WHO-Kritik zurück

Tabak-Multi Philip Morris widerspricht den Kritikern der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Mit dem Sponsoringbeitrag an den Schweizer Pavillon für die Expo in Dubai verstosse man gegen keine Richtlinien der Weltausstellung 2020.

Die Schweiz steht international unter Beschuss. Ausgerechnet der Tabak-Multi Philip Morris unterstützt als einer von zwei Hauptsponsoren den Schweizer Pavillon an der Weltausstellung 2020 in Dubai. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält den Auftritt für unzulässig. Sie hat deshalb im Aussendepartement (EDA) von Bundesrat und Arzt Ignazio Cassis (58) interveniert.

Denn gemäss WHO gibt es eine Vereinbarung zwischen ihr und dem Veranstalter der Expo 2020 in Dubai, dem Bureau International des Expositions (BIE) in Paris. Demnach dürfen an Weltausstellungen keine Tabakfirmen Sponsorings übernehmen und keine Tabakwaren verkauft oder beworben werden. Dasselbe gelte für E-Zigaretten.

Philip Morris erwartet Unterstützung

Während das EDA die Partnerschaft mit Philip Morris überprüfen will, verteidigt der Tabak-Multi sein geplantes 1,8 Millionen Franken schweres Sponsoring. «Unsere Partnerschaft wird sämtliche für die Expo 2020 in Dubai geltenden Regulierungen und Richtlinien einhalten», betont Philip-Morris-Sprecher Julian Pidoux. Zudem würden die Gesetze betreffend die Vermarktung von Tabakprodukten eingehalten.

Philip Morris habe mit den Organisatoren des Schweizer Pavillons eine Absichtserklärung unterzeichnet, um seine Vision von rauchfreien Produkten, die Zigaretten ersetzen, zu präsentieren. «Anstatt unsere entsprechenden Bemühungen zu kritisieren, sollten unsere Kritiker den Umstieg von Rauchern auf rauchfreie Produkte begrüssen», fügt Pidoux hinzu.

Konventionalstrafe für Bund möglich

Das EDA hebt hervor, dass sich die Sichtbarkeit von Philip Morris im Schweizer Pavillon auf einen Bereich konzentriere, der nur für Personen über 21 Jahren zugänglich sei. Zudem werde Philip Morris dort nur ein Produkt bewerben, das als Alternative zur traditionellen Zigarette entwickelt worden sei. Das EDA wolle sicherstellen, dass in keiner Weise der Eindruck entstehe, dass der Bund den Konsum von Tabakerzeugnissen fördere.

Bundesrat Cassis will nun «seine Handlungsoptionen abklären» und danach entscheiden. Ob das EDA vom Vorvertrag mit Philip Morris zurücktreten kann ohne Konventionalstrafe, konnte das Aussendepartement gestern Dienstag auf Anfrage nicht sagen. Noch nicht gesichert ist das Engagement von Schindler, dem zweiten Hauptsponsor. Auch hier gibt es erst einen Vorvertrag, noch sei nichts Definitives entschieden, antwortete das Unternehmen auf eine BLICK-Anfrage.

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