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Switzerland

Katerstimmung im FC Barcelona – und Ibrahimovic sagt: «Ich werde erst im San Siro wie ein Gott jubeln, nicht hier»

In den internationalen Fussballligen geht es hoch zu und her. Bald nimmt auch die deutsche Bundesliga ihr Pensum wieder auf. Die letzten Testspiele sind für die Titelkandidaten aus München und Dortmund ernüchternd verlaufen.

Zlatan Ibrahimovic, der grosse Hoffnungsträger der AC Milan.

Zlatan Ibrahimovic, der grosse Hoffnungsträger der AC Milan.

Daniele Mascolo / Reuters

Katerstimmung im FC Barcelona

Nach dem Halbfinal-Ausscheiden des FC Barcelona im spanischen Supercup wackelt laut Medienberichten der Trainerstuhl von Ernesto Valverde. Als Nachfolger sei unter anderen der frühere Barça-Star Xavi im Gespräch, berichtete der gewöhnlich gut informierte katalanische Radiosender RAC1. Xavi spielte von 1998 bis 2015 für Barcelona und gewann mit dem Klub 27 Titel. Seit vergangenem Mai ist er Trainer des al-Sadd Sports Club in Katar.

Xavi hat sich ausweichend zu einer möglichen Rückkehr als Trainer zum FC Barcelona geäussert. «Ich kann meinen Traum, irgendwann einmal Barcelona zu trainieren, schwer verleugnen», sagte der 39-Jährige laut spanischen Medien. Es hiess aber auch, dass Xavi frühestens im Sommer zur Verfügung stehen könnte.

Nach dem 2:3 im Supercup gegen Atlético Madrid im saudiarabischen Jidda räumte der Superstar Lionel Messi ein: «Wir haben kindische Fehler gemacht. Wir waren 80 Minuten lang bestimmend, und in den letzten zehn Minuten haben wir durch Fehler Konter zugelassen.» Die katalanische Fachzeitung «Sport» titelte zur Niederlage: «Unerklärlich». Und als ob das nicht genug wäre: Der FCB muss länger als befürchtet auf den Stürmerstar Luis Suárez verzichten. Der Uruguayer falle «etwa vier Monate» aus, teilten die Katalanen nach der Knieoperation des 32-Jährigen mit.

Ibrahimovic: Leise, und doch mit einer grossen Ankündigung

Da ist es also, das erste Tor von Zlatan Ibrahimovic nach seiner Rückkehr zur AC Milan. Der 38-Jährige traf beim 2:0-Sieg bei Cagliari auf Sardinien mit einem Linksschuss ins lange Eck (64.). Nach Spielschluss gab «Ibrakadabra» gegenüber Medien allerdings zu, nach seinem Abenteuer bei Los Angeles Galaxy noch etwas Zeit für die Wiederanpassung an den europäischen Fussball zu brauchen.

So verhalten er sich für seine Verhältnisse äusserte, so verhalten war überraschenderweise auch sein Torjubel. Aber dann hatte er in Cagliari doch noch eine prägnante Aussage parat, wie sie für ihn typisch ist. Er sagte: «Ich werde erst im San Siro wie ein Gott jubeln, nicht hier.»

Die Bayern und der BVB patzen vor dem Rückrundenstart

Probleme bei den Verfolgern, Harmonie bei den Spitzenteams: Eine Woche vor dem Start in die Rückrunde der Bundesliga sind der FC Bayern und Borussia Dortmund den Nachweis ihrer Titeltauglichkeit schuldig geblieben. Anders als die in der Tabelle führenden Konkurrenten Leipzig und Mönchengladbach verpatzten die Branchenführer Bayern und Dortmund die Generalprobe. Darüber hinaus mindern Personalsorgen den Glauben an eine erfolgreiche Aufholjagd.

Die Bayern verloren das Testspiel gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg gleich mit 2:5. Der Coach Hansi Flick kommentierte dennoch: «Ich werde das gute Trainingslager durch dieses Spiel nicht negativ sehen.» Mehr noch als der schwache Auftritt der B-Elf in der zweiten Halbzeit machte den Bayern die lange Liste der personellen Ausfälle vor dem ersten Pflichtspiel am Sonntag bei Hertha BSC zu schaffen. Die öffentliche Forderung von Flick nach Wintertransfers sorgte beim Sportchef Hasan Salihamidzic für Verstimmung. Aus Sorge über weitere Unruhe erklärte dieser die Meinungsverschiedenheit nach der Rückreise aus Katar jedoch für beendet. Flick sagte: «Wir haben eventuell zwei, drei Wochen, die wir überstehen müssen, bis der nächste Spieler wieder da ist.»

Ähnlich wie bei den Münchnern taugte das Trainingslager der bereits sieben Punkte vom Spitzenreiter Leipzig entfernten Dortmunder in Marbella nur bedingt als Mutmacher für die Rückrunde. Auch das Debüt der 20 Millionen Euro teuren Sturmhoffnung Erling Haaland konnte das 0:2 im letzten Test gegen den FSV Mainz nicht verhindern. Vor allem die vielen unnötigen Fehler im Spielaufbau stimmten den Trainer Lucien Favre nachdenklich: «Diese Ballverluste sind lächerlich.»

Dass mit Haaland, Marco Reus, Thorgan Hazard, Paco Alcacer und Jacob Bruun Larsen ein grosser Teil der Offensivabteilung in Spanien nur dosiert trainieren konnte und der Taktgeber Axel Witsel nach seinem vorweihnachtlichen Treppensturz noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist, verheisst wenig Gutes. Doch angesichts des bereits grossen Rückstandes verbieten sich Patzer in den kommenden Ernstkämpfen gegen kleinere Klubs: Der BVB trifft zum Rückrundenstart auf Augsburg, den 1. FC Köln und Union Berlin.

Der FC Arsenal kommt nicht zur Ruhe

Laut ist es im FC Arsenal um den Schweizer Granit Xhaka, aber auch um seinen Nachfolger als Captain, Pierre-Emerick Aubameyang: Erst erzielte der Gabonese im Londoner Stadtderby gegen Crystal Palace das 1:0, dann sah er für ein rüdes Foul auf Höhe der Mittellinie die rote Karte. Aubameyang kam im Zweikampf gegen den Deutschen Max Meyer viel zu spät und traf den Gegner am Fuss, so dass dieser mit dem Knöchel umknickte. Nach Konsultation des VAR wurde Aubameyang des Feldes verwiesen. Und Arsenal war am Ende einmal mehr enttäuscht. Nach dem 1:1 verharren die Gunners auf Platz 10, einen Rang hinter dem samstäglichen Gegner Crystal Palace.

Olympia-Ärger für PSG?

Beim olympischen Fussballturnier in Tokio könnten zwei der grössten Stars im Einsatz sein – und das zum Leidwesen von Paris Saint-Germain. Nach Frankreichs Torjäger Kylian Mbappé hat auch der brasilianische Star Neymar sein Interesse angemeldet. Auf die Frage, ob er bei der Copa América (12. Juni bis 12. Juli) oder bei Olympia (22. Juli bis 8. August) spielen werde, antwortete der teuerste Fussballer der Welt nach dem 3:3 von PSG gegen die AS Monaco am Sonntag: «Ich würde gerne beides spielen, aber das wird schwierig. Ich muss schauen und mit dem Klub sprechen, aber ich möchte der brasilianischen Mannschaft helfen.»

Schon 2016 habe er an beiden Turnieren spielen wollen, aber der FC Barcelona habe damals sein Veto eingelegt. Schliesslich bestritt Neymar das olympische Turnier und führte sein Land vor heimischer Kulisse im Final gegen Deutschland zur Goldmedaille. Der Ausnahmetechniker verwandelte dabei den entscheidenden Penalty.

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