Switzerland

Keller kriegt die Kurve: Der Trainer verpasst dem FC Aarau eine attraktive Handschrift - Punkte inklusive

«Ob Stephan Keller ein guter und erfolgreicher Trainer ist, wird die Zukunft zeigen», sagt Patrick Rahmen. «Eines weiss ich genau: Er ist nicht der Typ für den Job des Assistenten. Er hat seine eigenen Ideen, seine eigenen Vorstellungen und zieht seine Linie konsequent durch. Er hat das Zeug zum Cheftrainer.»

Rahmen muss es wissen. Schliesslich hat der frühere Cheftrainer des FC Aarau lange Zeit mit Assistent Keller zusammengearbeitet. Letzterer bestätigt die Aussage von Rahmen und sagt: «Mein Ziel war es, nach der zweijährigen Ausbildung bishin zurUefa-Pro-Lizenz als Cheftrainer tätig zu sein. Ich nehme das Heft gerne in die Hand und treffe die Entscheidungen selber. Druck ist keine Belastung für mich. Druck ist für mich etwas Positives. Er gehört zum Geschäft. Läuft es mal nicht rund und gehen zwei Spiele in Folge verloren, sollte man nicht in Panik geraten. Ich bin mir sicher, dass harte Arbeit früher oder später belohnt wird.»

Der FCA-Talk zum Thema: «Haben wir Stephan Keller unterschätzt?»

Der sportliche Trend beim FC Aarau zeigt nach oben - und ausgerechnet jetzt dürfen die Fans nicht mehr ins Stadion: Die AZ-Experten fürchten eine Entfremdung zwischen Klub und Fans fürchten, wenn die Spiele nicht live im Internet übertragen werden. Der momentane sportliche Erfolg sei der Verdienst des Trainers.

Ein hart erkämpfter Sieg als Weichensteller

Zwei Niederlagen in Folge? Das kann jedem Trainer passieren. Keller beispielsweise hat mit dem FC Aarau zu Beginn dieser Saison gegen den FC Wil (1:3) und Winterthur (2:5) verloren. Der 41-jährige Fussballlehrer blieb trotz des Fehlstarts und der aufkommenden Kritik in den Medien ruhig. Er wusste nach den Spielanalysen, dass bei weitem nicht alles schlecht war. Und nach dem 2:1-Sieg in der dritten Partie gegen Chiasso war die kleine Baisse überwunden. Der hart erkämpfte Erfolg ge-gen die Südtessiner war der Weichensteller für den aktuellen Lauf des FC Aarau. Dank dem Gewinn von zehn Punkten aus vier Spielen haben Keller und seine Mannschaft die Kurve fürs Erste gekriegt. Momentan stimmen aber nicht nur die Resultate, sondern auch die Art und Weise, wie sie zu Stande kommen. Der FC Aarau hat einen gepflegten Stil, lässt den Ball laufen, sucht den Torerfolg nicht nur durchs Zentrum, sondern forciert wenn immer möglich auch das Flügelspiel. Die offensive Handschrift von Keller ist deutlich zu erkennen. Der Trainer setzt auf Ballbesitz, aggressives Zweikampfverhalten, Tempo und Kreativität.

Mehrere Alternativen in der Hinterhand

Interessant: Gegen Stade Lausanne-Ouchy (1:1), Schaffhausen (2:1) und Xamax (3:1) setzte Keller jeweils auf die gleiche Startformation. Zufall oder Absicht? «Natürlich hat ein Spieler einen kleinen Vorteil, wenn er während eines Erfolgs auf dem Platz steht», sagt Keller. «Aber alle elf Spieler haben sich ihren Platz in der Startelf in den Trainings während der Woche erneut verdient. Es gibt für keinen einen Freipass.» Für Keller ist es zum jetzigen Zeitpunkt gut, zu wissen, dass er mit Captain Elsad Zverotic, Liridon Balaj, Bryan Verboom, Petar Misic, Marco Aratore, Randy Schneider, Flavio Caserta, Stevan Lujic, Silvan Schwegler und Nicholas Ammeter mehrere Spieler in der Hinterhand hat, die er als Einwechselspieler mit gutem Gewissen aufs Feld schicken kann.

Innerhalb des Kaders herrscht also ein gesunder Konkurrenzkampf. Nach den Transfers von Abwehrchef Leon Bergsma, Linksverteidiger Arjian Qollaku, Flügelstürmer Aratore und Mittelstürmer Filip Stojilkovic hat Keller die Qual der Wahl. Die Stärke und Ausgeglichenheit innerhalb des Kaders sind das eine, das offensive Denken, das Selbstvertrauen und die Abgeklärtheit des Trainers das andere: Stephan Keller ist vor den drei Spielen innert acht Tagen in Thun gegen Kriens und GC auf Kurs. Aber wie sagt er so treffend: «Trainer sein ist ein Marathon.» Bleibt zu hoffen, dass ihm nicht die Puste ausgeht und er sein angestrebtes Ziel mit einem Platz in den Top 5 erreichen kann.

Football news:

Barça-Ex-Präsident Laporte wird bei den Neuwahlen antreten
Antonio Cabrini: Maradona wäre noch am Leben, wenn er für Juventus gespielt hätte. Neapels Liebe war stark, aber ungesund
Ferguson über rachfords Wohltätigkeitsorganisation: Fiktion für einen Jungen Mann. Er sollte mir ein paar Tipps geben
Preston - Spieler, der zweimal einen Gegner für Genitalien berührte, wurde für 3 Spiele wegen aggressiven Verhaltens disqualifiziert
Atalanta-Direktor: mit Miranchuk ist alles gut, es gibt keine Symptome des Coronavirus
Kovid Spott über die Meisterschaft Lettland: das Team kam nur 8 Personen (aber das Spiel noch nicht gespielt)
Gérard Piqué: wir alle hoffen, dass Messi bei Barça bleibt