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Kofler & Karriere@home: Hat denn keiner Lust auf ein Büro-Date?

Sechs Monate Arbeit auf Distanz hinterlassen ihre Spuren: Ich bin akut anschlussbedürftig – und mit diesem Gefühl bei weitem nicht allein.

Kein Ersatz für richtige Treffen: Mitarbeiter eines Unternehmens in einer virtuellen Yoga-Stunde.

Kein Ersatz für richtige Treffen: Mitarbeiter eines Unternehmens in einer virtuellen Yoga-Stunde.

Foto: Getty Images

«Ich halte es nicht mehr aus zu Hause», stöhnte ein Arbeitskollege, als wir diese Woche nach langem wieder einmal im praktisch leeren Grossraumbüro aufeinandertrafen. Ich verstehe ihn gut. Sechs Monate Homeoffice hinterlassen auch bei mir Spuren.

Ich habe die Videokonferenzen satt, die Tech-Tutorials, die Einladungen zu digitalen Podiumsdiskussionen. Und mich nervt die Anstrengung, die es kostet, herauszufinden, wie es den anderen Teammitgliedern denn wirklich geht. In den virtuellen Meetings wirken alle immer so ausgeglichen und motiviert. Als ob mit der Kamera ein Gute-Laune-Schalter angeklickt würde.

Eine Welle von Burn-out-Kandidaten

In Tat und Wahrheit fühlen sich offenbar viele mies. Der international tätige Kadervermittler Korn Ferry spricht in seinem aktuellen Newsletter von einer drohenden zweiten Welle – aber nicht von Corona-Erkrankten, sondern von Burn-out-Kandidaten.

Die Erschöpfungs- und Depressionsgefühle sind laut neuen Umfragen in den USA derzeit beträchtlich höher als im April. Denn die Leute merken allmählich, dass sie möglicherweise noch den ganzen Winter oder länger in ihren eigenen vier Wänden werden arbeiten müssen, mit deutlich verminderten sozialen Kontakten. Das drückt aufs Gemüt.

Firmen versuchen zwar, Spass und Teamgeist in der neuen Arbeitswelt weiterzupflegen, indem sie ihren Mitarbeitenden Zerstreuung wie digitale Singwettbewerbe, Online-Ratespiele oder Zoom-Yoga anbieten. Doch die kollektiven Entspannungsübungen verfehlen offenbar ihre Wirkung. Ganz im Gegenteil: Derlei organisierte Aktivitäten lösen laut den Personalexperten von Korn Ferry zusätzlichen Stress aus. Denn das ersetzt nicht die Intimität persönlicher Begegnungen.

Virtuelle Zufallsdates mit Bürokollegen? Nein danke

Mein Arbeitskollege reagierte jedenfalls auch nicht enthusiastisch, als ich ihm zwecks Linderung von Einsamkeitsgefühlen den Link zu Mysterycoffee.com schickte. Die Plattform vermittelt 15-minütige Online-Kaffeepausen mit anderen Angestellten in der Firma, die einem nach dem Zufallsprinzip zugelost werden.

Was als «spielerische Netzwerkerweiterung» angepriesen wird, ist vermutlich eher eine verkrampfte Sache. Ich stelle es mir anstrengend vor, plötzlich den Typen aus dem Controlling auf dem Schirm zu haben odernoch schlimmer – ein Konzernleitungsmitglied, mit dem ich dann eine Viertelstunde lang intelligente Konversation betreiben müsste.

«Danke, aber dann gehe ich lieber gleich auf Tinder», schrieb der Kollege zurück. Doch auch dort gilt: Alles Wischen und alle Herzchen ersetzen eines nicht: ein echtes Date.

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