Switzerland

Leserreaktionen: «Mit diesen Massnahmen wird ein Lockdown nicht zu vermeiden sein»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zur den neuen Corona-Massnahmen des Bundes.

«Slowdown» statt «Lockdown»: Im Vergleich zu unseren Nachbarländern geht der Bundesrat mit seinem neuen Massnahmen weniger weit.

«Slowdown» statt «Lockdown»: Im Vergleich zu unseren Nachbarländern geht der Bundesrat mit seinem neuen Massnahmen weniger weit.

Foto: Keystone 

Zu «Bund startet letzten Versuch, einen neuen Lockdown zu verhindern»

Schade, der Bundesrat hat es am Mittwoch verpasst endlich wieder Notrecht anzuwenden. Leider sind die Vertreter der Wirtschaft und der bürgerlichen Parteien, vor allem die SVP, anderer Ansicht und spielen ihre Macht aus. Mit diesen Massnahmen wird ein Lockdown nicht zu vermeiden sein. Der Föderalismus in der Schweiz verhindert gesamtheitlich gute Lösungen. Wie üblich, wenn man keine Lösungen mehr anbieten kann, wird auf Eigenverantwortung gesetzt und die Verantwortung abgeschoben. Hansruedi Burkhard, Urtenen-Schönbühl

Zum Leserbrief von Martin Schnyder «Vertrauen in die Natur verloren»

Die Natur gibt es seit eh und je. Sie war schon da, als Pest, Cholera oder die spanische Grippe Leid und Tod verbreiteten. Auch die «gewöhnliche» Grippe hat die Wissenschaft herausgefordert. Dank den Fortschritten der Medizin bleibt der Mensch von den negativen Folgen der erwähnten Krankheiten verschont. Covid-19 hat in der Schweiz bis heute beinahe 2000 Todesfälle verursacht und es ist erst Ende Oktober! In den Spitälern werden die Intensivbetten knapp und das Pflegepersonal ist am Anschlag. Die Natur ist machtlos und die Wissenschaft kann die Menschen noch nicht schützen. Ich tue das Mögliche, dass meine Mitmenschen und ich gesund bleiben und überlasse nichts der Natur und dem Zufall. Walter Wüthrich, Langenthal


Zu «Federvieh auf grosser Fahrt»

Wer solche Bilder wie jenes vom Tiertransport in Aserbaidschan so geschmacklos kommentiert, hat nicht begriffen, wie viele Tiere weltweit, auch bei uns, Todesängste ausstehen müssen, bevor sie irgendwo geschlachtet werden. Sie würden die Fahrt nicht mitmachen, wenn sie nicht an den Füssen gefesselt wären und eventuell gar die Flügel gestutzt hätten. Wir alle sind gefordert, mehr zu tun, um das Leiden der Tiere zu verhindern und uns nicht noch darüber zu belustigen. Als Lückenfüller für die letzte Seite finde ich diesen Kommentar mit Bild eine Zumutung. Regina Frech, Konolfingen

Das Foto eines Tiertransportes in Aserbaidschan zeigt das Leiden vieler Tiere auf der Welt, findet unsere Leserin.

Das Foto eines Tiertransportes in Aserbaidschan zeigt das Leiden vieler Tiere auf der Welt, findet unsere Leserin.

Foto: Reuters


Zu «Migros frustriert viele Golfer»

Ausgerechnet diejenige Aktivität, bei der kaum Ansteckungsrisiko besteht, stellt die Migros grundlos und ohne Konsultation der Golfplatzverantwortlichen ein. Jeder Besuch in einer Migrosfiliale hat ein grösseres Ansteckungspotential als eine Golfrunde im Freien. Dass niemand die Verantwortung für den unverständlichen Entscheid übernehmen will und die Mediensprecherin mit einer skurrilen Antwort vorgeschickt wird, zeigt nur die Hilflosigkeit des Migros Managements. Es wäre angebracht, den Fehler zuzugeben und die Anlagen umgehend wieder zu eröffnen. Das bisherige Vorgehen ist ein Affront gegenüber allen Golfern, die Abonnemente bezahlt haben und nun grundlos nicht spielen können. Heinz Buser, Moosseedorf

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