Switzerland

Leserreaktionen: «Wie soll die Gesellschaft mit Verschwörern umgehen?»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zum Artikel über einen Verschwörungstheoretiker aus dem Gürbetal.

Verschwörungstheoretiker Tom Kisslig bei einer Demonstration gegen die Corona-Massnahmen.

Verschwörungstheoretiker Tom Kisslig bei einer Demonstration gegen die Corona-Massnahmen.

Raphael Moser

Zu «Der Velomech aus dem Gürbetal, der zum Verschwörer wurde»

Den meisten «Verschwörer» geht es darum, sich (auch) einmal so richtig wichtig zu machen. Das ist eine besondere Art von Narzissmus, die jener eines Donald Trump ähnlich ist. Schaut man sich die mehr oder weniger «abverheite» Karriere des Velomech an, erkennt man den Grund. Dazu kommt eine Art Neid auf jene, die es geschafft haben (Velohändler in diesem Sommer!). Interessant ist ja, dass diese Leute immun gegen jede Art von Gegenargumenten sind. Auch ein mehrtägiges Mitarbeiten in einer Intensivstation würde wohl nichts bringen. Auch damit müssen wir in dieser Zeit leben. Onlinekommentar von Robert Bleuer

Danke für dieses Portrait. Ich anerkenne die journalistische Gratwanderung: Blendet man Leute wie Kisslig aus, wird man als systemtreues Mainstreammedium hingestellt. Gibt man den «Schwurblern" eine Plattform, kriegt man auch das Fett ab. Ich bin Ende Oktober auf Tom Kisslig aufmerksam geworden, als er im Livestream auf Youtube eine Kundgebung gegen die Coronamassnahmen übertrug. Ich gebe zu, ich war geschockt darüber, wie mitten aus der Gesellschaft die kruden Verschwörungstheorien mittlerweile kommen. Die Frage bleibt, wie wir, die die Massnahmen gegen Corona mehrheitlich (zähneknirschend) mittragen, mit Kissligs & Co. umgehen wollen. Ich schwanke zwischen Wut, Anerkennung, Fassungslosigkeit und Überforderung. Letzteres überwiegt. Onlinekommentar (gekürzt) von Camem Bär

Bildung macht den Unterschied, auch in der Frage, wie anfällig jemand für Verschwörungstheorien ist. Ohne Wissen kann man keine komplexeren Zusammenhänge mehr erkennen oder herstellen, wahr von falsch, wichtig von banal nicht mehr unterscheiden. Man weiss auch nicht, dass man in sogenannten Echokammern gefangen ist, weil Suchmaschinen die Ergebnisse danach filtern, was man bei früheren Suchen als Interesse hat erkennen lassen. Und wenn man an Verschwörungstheorien glaubt, fühlt man sich bestätigt, was die Google-Suchergebnisse suggerieren: Die ganze Welt denkt wie ich. Dass man sich heute breit informieren muss, um Informationen besser beurteilen zu können, wissen viele Menschen – noch – nicht. So sind sie hochgradig manipulierbar. Wir werden noch teuer bezahlen, dass wir in den letzten Jahrzehnten Bildung als einen Haushaltsposten mit jeder Menge Potential für Einsparungen entdeckt haben. Onlinekommentar (gekürzt) von Armin Biermann

Zum Tod von Maradona

Maradona im Jahr 1986.

Maradona im Jahr 1986.

Getty Images

Es ist grotesk, wie viel Raum Maradona in den Medien eingeräumt wird. Was hat er für die Menschheit herausragendes geleistet? Nichts! Im Gegenteil, er war ein ausgesprochen schlechtes Beispiel in seiner Lebensführung. Es ist unerklärlich, dass die Medien jemanden, der nur Fussball als Leistungsausweis aufweisen kann, dermassen zu einer wertvollen Persönlichkeit erheben. Christian Wyss, Laupen

Link zum Artikel: «Er beherrschte das Spiel der Täuschung»

Zu «So tragen Gemeinden zum Klimaschutz bei»

Es ist zu lesen, dass sich das Bundesamt für Energie «wenig optimistisch» zeigt, dass das Ziel «20% Energiemix aus Solarenergie bis 2050» erreicht wird. Laut dem Kanton werden zu wenig ältere Gebäude saniert. Kunststück, bei energetischer Investitionen macht eine saftige Erhöhung des amtlichen Wertes und damit verbunden eine Steuererhöhung (Liegenschafts- und Vermögensteuern plus Eigenmietwert) die Einsparungen wieder zunichte. Da nützen auch Fördergelder und der einmalige Steuerabzug nichts. Was der Sanierungs- und Investitionswillige mit einer Hand von der Obrigkeit erhält, wird ihm doppelhändig von eben dieser wieder aus dem Sack gezogen. So geht es mit der Energiestrategie wohl nur schwerfällig vorwärts. Diese darf sehr wohl etwas kosten. Es wäre aber fair, wenn man zumindest von den Behörden vor solchen Investition auf Kostenfolgen aufmerksam gemacht würde. Hanspeter Krähenbühl, Oberdiessbach

Zu vom Wolf verursachten Schäden

Haben Sie schon einmal eine starke Bäuerin erlebt, wie sie um ihre vom Wolf getöteten Schafe und Lämmer weint? Das geht unter die Haut. Das vergisst man nie. Renate Bigler, Konolfingen

Zum Leserbrief «Zurück auf Feld 1» zur Verkehrssanierung «Emmentalwärts»

430 Millionen auszugeben, dafür, dass weiter 18’500 Fahrzeuge durch Burgdorfs Hautverkehrsachse fahren und Abgase in Wohngebiete ausstossen, ist nicht nachvollziehbar. Was von der Autobahnausfahrt Kirchberg bis zum Tunnel Oberburg geplant wurde (u.a. zwei Bahnunterführungen), kostet zu viel und bringt kaum Verbesserungen. Daher finde ich auch: zurück auf Feld 1. Nur eine Umfahrung von der Buchmatt bis zum Tunnel Oberburg bringt für die Bevölkerung eine wesentliche Verbesserung der Lärm- und Abgassituation. Heinz Jost, Burgdorf

Link zu den Leserreaktionen vom 27. November

Football news:

Geh und mach deinen Voodoo-Scheiß, kleiner Arsch. Ibrahimovic-Lukaku Während des Pokalspiels wurde der Grund für den Konflikt zwischen Milan-Stürmer Zlatan Ibrahimovic und Inter-Stürmer Romelu Lukaku bekannt
Pioli über die Niederlage gegen Inter: der Einzige Unterschied war die Entfernung. Es ist Schade, dass wir ausgeflogen sind, weil wir mit diesem Turnier gerechnet haben. Das Spiel hat gezeigt, dass wir eine starke Mannschaft sind, die den Gegner gut zurückhalten kann, aber nachdem wir einen Spieler weniger hatten, wurde es deutlich komplizierter
Die UEFA plant nicht, den Euro in 12 Städten aufzugeben. Andere Optionen sind unerwünscht
Eriksen erzielte das erste Mal seit fast einem halben Jahr für Inter Mailand - Milan im Pokal in der 97. Minute mit einem Freistoß
APL änderte die Herangehensweise an die Definition von abseits nach dem Tor von Manchester City Aston Villa. Nach dem Tor von Manchester City im Spiel gegen Aston Villa Wurde Bernard Silva mit dem Kopf in Richtung Mittelfeldspieler Rodri geschleudert, der sich hinter der abseitslinie befand. Der Ball wurde von Birmingham Verteidiger Tyron Mingz abgefangen, nach dem Rodri nahm ihm den Ball und gab einen kopfball auf Bernard
Zlatan und Lukaku hatten einen Konflikt zwischen Inter Mailand Und Milan Zlatan Ibrahimovic
Zlatan erzielte Inter 8 Tore in der Zusammensetzung von Mailand. Mehr als jedes andere Team