Switzerland

Leserreaktionen zum Schulstart: «Die Maskenpflicht im Klassenzimmer ist lächerlich»

Maskenpflicht im Gymer, Ferienrückkehrer im Schulzimmer: Das sind die Leserreaktionen auf den aussergewöhnlichen Schulstart.

Schülerinnen des Gymnasiums Kirchenfeld tragen während des Unterrichts Masken.

Schülerinnen des Gymnasiums Kirchenfeld tragen während des Unterrichts Masken.

Foto: SDA

Fertig Fernunterricht, seit Montag gehen Berner Schülerinnen und Schüler wieder ins Klassenzimmer. Bevors losging, gabs viele News: Bildungsdirektorin Christine Häsler (Grüne) erklärte im Interview mit dieser Zeitung, wie sich der Kanton Bern auf den Schulstart vorbereitet hat. Silvia Steiner, Präsidentin der eidgenössischen Erziehungsdirektorenkonferenz, erklärte, Lehrpersonen sei es aus Datenschutzgründen dieses Jahr nicht erlaubt, zu fragen, wo die Schüler ihre Ferien verbracht haben. Zudem zeigen Studien, dass sich die Leistungsschere zwischen den Lernenden mit dem Fernunterricht weiter geöffnet hat.

All das gibt auch bei Leserinnen und Lesern Anlass zu Diskussionen:

Zum Interview mit Christine Häsler und zu den Massnahmen im Kanton Bern

Wie sollen Ausflüge stattfinden?

Ich finde die Maskenpflicht im Klassenzimmer lächerlich. Vor und nach der Schule sind die Schüler ebenfalls beisammen. Wo soll hier ein Unterschied sein? Glaubt jemand, dass Schüler, welche gemeinsam nach Hause gehen, im 2-Meter-Abstand marschieren? Interessant ist die Aussage von Bildungsdirektorin Christine Häsler, man könne auch Klassenausflüge unternehmen. Und wie sollen diese stattfinden? In Einerkolonne mit zwei oder anderthalb Metern Abstand? Onlinekommentar von Josef Hofstetter

«Zu meiner Jugendzeit hätte man diese Ungerechtigkeit auf die Strasse getragen.»

Markus Roth, Lehrer

Kinder besonders schützen

Art. 6 Arbeitsgesetz: Die Arbeitgeber haben die Arbeitnehmer vor gesundheitlichen Schäden zu schützen. Dies gilt hoffentlich auch für Kinder. Fehlentscheidungen mit Folge von Ansteckungen sollten zur Anzeige gebracht werden. Zumal man im Augenblick nicht weiss, was für Folgeschäden auch bei symptomlosen Ansteckungen entstehen können. Die jüngeren Kinder werden dem schutzlos ausgesetzt. Die Kinder sind besonders zu schützen. Onlinekommentar von Esther Minder

Lehrergejammer

Ewig dieses Lehrergejammer auf hohem Niveau! Die Bildungsdirektion und ihre Vorsteherin handeln doch umsichtig. Schaut doch zum Beispiel auf die Wirtschaft, die vor kaum lösbaren Problemen steht. Onlinekommentar von Hans-Peter Zaugg

Zu den Auswirkungen des Fernunterrichts auf schwächere Schüler

Untergang wegen ein paar Wochen Fernunterricht?

Uns gehts schon gut, wenn Untergangsszenarien für Schüler entworfen werden, die ein paar Wochen Fernunterricht hatten. Wir sind sehr privilegiert und jammern auf höchstem Niveau. Andere Länder hat es viel schlimmer getroffen. Was ist mit den dortigen Schülern? Sind die zukünftig komplett chancenlos? Auf dem Boden bleiben und Füsse still halten. Onlinekommentar von Urs Brühwiler

«Durch das Maskentragen wird die Kommunikation zwischen Lehrperson und den Lernenden nicht begünstigt.»

Rolf Baumberger, ehemaliger Lehrer

Es braucht ein Zeichen von der Jugend

Bildung ist definitiv wichtiger und zukunftsorientierter als ein Panikmodus für eine Krankheit, die in einem halben Jahr wohl der Vergangenheit angehören wird und welche weitaus überschätzt wurde. Den Jungen gehört die Zukunft. Nachdem wir ihnen mit dem unsäglichen Lockdown mit einer Staatsverschuldung auf fünfzehn Jahre und einer Wirtschaftskrise schon einen Teil dieser Zukunft verbaut haben, wird jetzt noch an der Bildungsegalität gesägt – bei einer Generation, welcher das Virus nicht einmal etwas anhaben kann und dessen «Case Mortality» jetzt bewiesenermassen bei 0,35 – 0,5 Prozent liegt? Zu meiner Jugendzeit hätte man diese Ungerechtigkeit auf die Strasse getragen. Leider ist die heutige Jugend zu angepasst und brav – ausser wenn es um den Klimawandel geht (zum Glück wenigstens da). Ich hoffe für die Jungen selber, dass von ihnen auch einmal ein Zeichen ausgeht. Es geht um ihre Zukunft! Onlinekommentar von Markus Roth, Lehrer

Schildbürgerland

Da komm ich einfach nicht mehr ganz mit. Der Kanton Jura zum Beispiel zählte in den letzten drei Wochen gerade mal einen Fall in Sachen Corona. Trotzdem gilt die Maskenpflicht in der Schule. Durch das Maskentragen wird die Kommunikation zwischen Lehrperson und den Lernenden auch nicht gerade begünstigt. Willkommen im Schildbürgerland. Onlinekommentar von Rolf Baumberger, ehemaliger Lehrer

Zur Aussage von Silvia Steiner, Lehrpersonen dürften Schüler nicht nach Ferienerlebnissen fragen

Lehrer müssen es ausbaden

Silvia Steiner macht es sich leicht, wenn sie ihre Verantwortung nicht wahrnimmt und sich hinter dem Scheinargument des Datenschutzes versteckt. Ausbaden müssen es am Schluss die Lehrpersonen, weil sie bestimmt von ihren Schülern erfahren werden, wo diese in den Ferien waren, und keine Rückendeckung bekommen, um Kinder nach Hause zu schicken. Der Vorwurf wird schliesslich auch an den Lehrpersonen hängen bleiben, sollten die Eltern eines Schulgspänli schwer erkranken. Kinder auszufragen, kann nicht die Lösung sein, aber ein einfaches Formular als Bescheinigung, welches die Eltern unterzeichnen müssten, würde Wunder bewirken. Onlinekommentar von Andreas R. Maier

Es geht um die Sicherheit der Bevölkerung

Datenschutz ad absurdum geführt. Das war doch immer die erste Stunde nach den Ferien: Jedes Kind durfte erzählen, wo es in den Sommerferien war. Und man schrieb einen Aufsatz über das schönste Ferienerlebnis. Und nun fällt das unter Datenschutz? Es sind zwei Stiefel, was ein Kind erzählt und was die Lehrkraft aus diesen Informationen macht. Wenn sie die Information dazu verwendet, für das Kind eine Quarantäne anzuordnen, so mag das eine Verletzung des Datenschutzes sein. Aber nicht einmal das ist so klar. Denn: Was tut die Lehrkraft, wenn sie aus einer Erzählung heraushört, dass ein Kind zu Hause regelmässig misshandelt oder geschlagen wird? Sie behält es (hoffentlich) nicht für sich. Dabei geht es nur um die Gefahr für ein einzelnes Kind. Bei den Feriendestinationen geht es um die Sicherheit der Bevölkerung. Onlinekommentar von Bernhard Strässle

Zur Kritik von besorgten Eltern in Thun

Rückkehrer müssen in Quarantäne

Schon eine merkwürdige Frage, was mit Kindern passiert, die aus einem Risikogebiet aus den Ferien zurück kommen. Da gibt es wohl keinen Zweifel, dass die ganze Familie erst mal 10 Tage in Quarantäne muss. Onlinekommentar von Mark Keller

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