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Lugano lässt den Lions keine Chance und ist erster Leader – Bern ringt Ambri nieder

Lugano lässt den Lions keine Chance und ist erster Leader – Bern ringt Ambri nieder

Die ZSC Lions - Leader sowohl in der abgebrochenen letzten Saison wie bei den Prognosen für diese Saison - starteten mit einer 0:4-Niederlage in Lugano in die Meisterschaft.

Die Art und Weise, wie Lugano in der Resega dominierte, überraschte. Schon nach 27 Minuten führten die Tessiner nach Goals von Dario Bürgler, Daniel Carr und Luca Fazzini mit 3:0. Die Zürcher Gäste bemühten sich zwar, fanden aber nie mehr ins Spiel zurück. Der neuverpflichtete Kanadier Daniel Carr fügte sich sogar mit zwei Treffern ein. Torhüter Niklas Schlegel (34 Paraden) kam gegen seinen früheren Klub zu einem Shutout.

Dabei hatten die ZSC Lions vor dem Saisonauftakt sämtliche neun Testspiele gewonnen. Aber nur in der Startphase (mit 5:1 Torschüssen für den ZSC) wurden die Lions ihrer Favoritenrolle gerecht. Als Knackpunkt erwies sich die erste Zweiminutenstrafe (gegen Marcus Krüger), die Lugano nach 97 Sekunden mit dem Führungstor bestrafte.

Beim 0:1 sah Goalie Lukas Flüeler (32 Paraden) nicht gut aus; später ermöglichte ein Faux-pas eines Verteidigers Lugano das dritte Goal. Lugano erzwang mit aggressivem, ideenreichem Power-Hockey in der Offensive jedoch die Zürcher Fehler. Und auch Lugano hatte schon während der Vorbereitungsphase überzeugt (6:1 Testspielsiege).

Schon am Freitag im Heimspiel gegen Fribourg bietet sich den ZSC Lions die Chance zur Rehabilitation. Die Stadtzürcher sind sich Auftaktniederlagen nicht gewöhnt: Sieben der letzten acht Saison-Eröffnungsspiele gewannen die ZSC Lions.


3426 Zuschauer. - SR Stricker/Stolc (SVK), Wolf/Betschart.
Tore: 9. Bürgler (Fazzini, Arcobello/Powerplaytor) 1:0. 18. Carr (Bertaggia, Kurashev) 2:0. 28. Fazzini (Bödker) 3:0. 51. Carr (Kurashev, Bertaggia) 4:0.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lugano, 1mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Geering.
Lugano: Schlegel; Heed, Riva; Loeffel, Wellinger; Chiesa, Nodari; Traber, Wolf; Boedker, Arcobello, Fazzini; Carr, Kurashev, Bertaggia; Bürgler, Herburger, Suri; Walker, Morini, Lammer.
ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Morant; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Hollenstein, Diem, Sigrist; Pettersson, Krüger, Wick; Prassl, Schäppi, Pedretti; Simic.
Bemerkungen: Lugano ohne Lajunen und Sannitz (beide verletzt), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Bodenmann und Capaul (alle verletzt). (dab/sda)

Dank eines frühen und eines sehr späten Treffers im zweiten Abschnitt kommt Bern zum Startsieg über Ambri-Piotta.

Nur 14 Sekunden nach der ersten Pause brachte der temporäre NHL-Rückkehrer Gaëtan Haas (Edmonton Oilers) die Berner mit einem einstudierten Angriff in Führung. Und 0,6 Sekunden vor der zweiten Pause gelang Neuzuzug Dustin Jeffrey das siegsichernde 2:0.

Nach dem Verpassen der Playoffs im letzten Spätwinter startete Bern wieder halbwegs «normal» in die Saison: Die Berner gewannen zum fünften Mal hintereinander das Saisoneröffnungsspiel und sogar schon zum neunten Mal in Folge das erste Heimspiel.

Eine Hauptrolle spielte dabei Berns Goalie Tomi Karhunen. Mit 38 Paraden sicherte der Finne seinem Team die Punkte und «beraubte» die Tessiner. Von gestohlenen Punkten ist im Eishockey die Rede, wenn dem Goalie des Siegerteams mehr als zehn Paraden mehr gelingen als dem Gegenüber. Damiano Ciaccio kam bei der Meisterschafts-Premiere mit Ambri zu 25 Paraden.


6750 Zuschauer. - SR Hebeisen/Piechaczek (GER), Altmann/Progin.
Tore:
Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Praplan) plus Spieldauer (Praplan) gegen Bern, 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Moser; Bianchi.
Bern: Karhunen; Untersander, Beat Gerber; Thiry, Blum; Andersson, Henauer; Colin Gerber; Pestoni, Jeffrey, Bader; Ruefenacht, Haas, Scherwey; Praplan, Brithen, Moser; Sciaroni, Jan Neuenschwander, Heim; Berger.
Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Isacco Dotti; Ngoy, Fischer; Fohrler, Pezzullo; Zaccheo Dotti; Kneubuehler, Flynn, Horansky; D'Agostini, Novotny, Zwerger; Grassi, Müller, Rohrbach; Trisconi, Kostner, Bianchi; Dal Pian.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Hächler (gesperrt), Incir, Nättinen und Pinana (alle verletzt). Ambri-Piotta ab 56:50 ohne Torhüter.

SCL Tigers zwar siegreich in die Saison, überzeugte indes nur phasenweise. Immer wieder liessen die Waadtländer wegen Nachlässigkeiten den klar schwächeren Gegner ins Spiel zurück. Bis zur 52. Minute stand es nur 3:2 für Lausanne, ehe Fabian Heldner und Cory Conacher (mit einem Schuss ins leere Tor) im Finish auf 5:2 erhöhten.

Primär überzeugten die Kanadier Josh Jooris (1 Tor, 2 Assists, +2) und Cory Conacher (1 Tor, 1 Assist, +3-Bilanz). Im Powerplay erzielte Lausanne aus fünf Möglichkeiten das 1:0 und das 3:1, derweil die Langnauer in Überzahl keinen Treffer zu Stande brachten (3 Chancen).

Bei den SCL Tigers hütete Gianluca Zaetta erstmals in der National League das Tor. Zuvor hatte er für die EVZ Academy 46 Partien in der Swiss League bestritten. Trotz 39 Paraden musste Zaetta am Ende das Eis mit leeren Händen verlassen. (sda)

Bild: keystone


4518 Zuschauer. - SR Salonen (FIN)/Müller, Gnemmi/Burgy.
Tore: 6. Jooris (Conacher, Barberio/Powerplaytor) 1:0. 22. Kenins (Jooris, Heldner) 2:0. 35. Julian Schmutz (Sturny, Lardi) 2:1. 39. Bertschy (Jooris, Kenins/Powerplaytor) 3:1. 43. Maxwell (Andersons) 3:2. 52. Heldner (Almond, Emmerton) 4:2. 58. Conacher (Almond) 5:2 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 plus 10 Minuten (Erni) gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Barberio; Berger.
Lausanne: Stephan; Heldner, Frick; Genazzi, Barberio; Grossmann, Marti; Krueger, Antonietti; Conacher, Jooris, Kenins; Bertschy, Gibbons, Maillard; Almond, Emmerton, Bozon; Leone, Jäger, Douay.
SCL Tigers: Zaetta; Blaser, Leeger; Lardi, Erni; Huguenin, Grossniklaus; Rüegsegger, Guggenheim; Berger, Maxwell, Weibel; Sturny, Flavio Schmutz, Julian Schmutz; Neukom, Diem, Dostoinov; Andersons, In-Albon, Kuonen.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Earl, Glauser, Melnalksnis, Punnenovs, Salzgeber und Schilt (alle verletzt). SCL Tigers von 56:25 bis 57:03 ohne Torhüter.

Der HC Fribourg-Gottéron startete mit einem 2:1-Favoritensieg über die Lakers in die neue Saison. Fribourg ging durch David Desharnais (15.) und Yannick Herren (31.) früh 2:0 in Führung, zitterte nach Roman Cervenkas Anschlusstreffer 78 Sekunden vor Schluss aber bis zur Schlusssirene.

Freiburg hätte die Partie früher entscheiden müssen. Die Rapperswil-Jona Lakers erspielten sich nur in der Startphase und im Finish Chancen. Gottéron suchte aber nur vorsichtig die Offensive. Die Freiburger konzentrierten sich darauf, wenig zuzulassen und diszipliniert aufzutreten, was dazu führte, dass sich den Lakers keine einzige Powerplay-Chance bot. Rapperswil verlor zum fünften Mal in Folge das erste Spiel der Saison.


4518 Zuschauer. - SR Salonen (FIN)/Müller, Gnemmi/Burgy.
Tore: 6. Jooris (Conacher, Barberio/Powerplaytor) 1:0. 22. Kenins (Jooris, Heldner) 2:0. 35. Julian Schmutz (Sturny, Lardi) 2:1. 39. Bertschy (Jooris, Kenins/Powerplaytor) 3:1. 43. Maxwell (Andersons) 3:2. 52. Heldner (Almond, Emmerton) 4:2. 58. Conacher (Almond) 5:2 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 plus 10 Minuten (Erni) gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Barberio; Berger.
Lausanne: Stephan; Heldner, Frick; Genazzi, Barberio; Grossmann, Marti; Krueger, Antonietti; Conacher, Jooris, Kenins; Bertschy, Gibbons, Maillard; Almond, Emmerton, Bozon; Leone, Jäger, Douay.
SCL Tigers: Zaetta; Blaser, Leeger; Lardi, Erni; Huguenin, Grossniklaus; Rüegsegger, Guggenheim; Berger, Maxwell, Weibel; Sturny, Flavio Schmutz, Julian Schmutz; Neukom, Diem, Dostoinov; Andersons, In-Albon, Kuonen.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Earl, Glauser, Melnalksnis, Punnenovs, Salzgeber und Schilt (alle verletzt). SCL Tigers von 56:25 bis 57:03 ohne Torhüter.

Die Tabelle

Alle NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003

Das Büro steht Kopf, wir sind im Playoff-Fieber

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