Switzerland

Nach Nein zum Jagdgesetz klagt Bauer Theo Zurfluh (61) aus Isenthal UR: «Ich will doch keine Schafe als Wolfsfutter züchten»

Steile Hänge zäumen das Urner Isenthal. Hier leben die Einheimischen seit Jahrhunderten von der Schäferei, die sich perfekt für diese Landschaft eignet. Doch spätestens seit dem Wochenende glaubt Landwirt Theo Zurfluh (61) nicht, dass die Kleinbauern in der Region eine Zukunft haben. Der Wolf macht ihnen das Leben schwer. Und mit dem Nein zum Jagdgesetz bleibt der Räuber geschützt – und nicht die Schafe. So darf der Wolf weiter nur geschossen werden, wenn er Vieh angreift, das durch Zäune oder Hunde geschützt ist. Der Abschuss muss vom Bund abgesegnet und kann von Naturschutzorganisationen blockiert werden.

Zurfluh steht auf der Wiese vor seinem Hof und streichelt sein Häsli (9). Das Mutterschaf überlebte eine Wolfsattacke. Seither ist es nervös. «Das war vor vier Jahren», sagt der Züchter. 16 Schafe riss der Wolf damals. Sie verendeten an den Bisswunden.

«Das Nein fördert Grossbetriebe und die Stall-Haltung»

«Die Städter haben gegen das Jagdgesetz gestimmt, weil sie unsere Arbeit nicht kennen», sagt Zurfluh. Anders könne er sich das Nein nicht erklären. Doch er hat befürchtet, dass es so kommt. «Die sehen im Fernseher den Wolf und denken, das ist ein herziges Tier. Das müssen wir schützen.» Doch das habe mit Tierschutz wenig zu tun. «Es werden Grossbetriebe und die Stallhaltung gefördert. Der Aufwand für uns Bergbauern lohnt sich so nicht mehr.» Der Urner ätzt: «Ich will doch keine Schafe als Wolfsfutter züchten!»

Bauernchef und CVP-Nationalrat Markus Ritter (53) kennt die Sorgen der Älpler. «Sie haben grosse Angst. Sie können ihre Herden kaum rund um die Uhr umfassend schützen», so Ritter zu BLICK. Die Situation sei zermürbend. «Niemand erträgt auf lange Zeit, wenn er nie weiss, wann und wo ein Wolfsrudel angreift.» Laut Ritter müsste man die Tiere jede Nacht in verschlossene Ställe sperren. Eine Alpwirtschaft, wie wir sie heute kennen, gibt es dadurch nicht mehr.

Nicht nur Wolf, auch Bär, Luchs und Goldschakal

Auch im Tessin ist die Enttäuschung gross – und die Sorge. «Wir haben 109 Exemplare in der Schweiz und zwölf Rudel», beobachtet Germano Mattei (68). Er weiss: «Die Population wächst jährlich um 30 Prozent.» Weitere Alpen würden verlassen werden, Bergbauern mit Schafen und Ziegen ihre Betriebe einstellen, so die düsteren Visionen des Vize-Präsidenten des Vereins Lebensraum ohne Grossraubtiere.

«Die Damen der Grünen diktieren unseren Bauern, sie sollten Herdenhunde einsetzen, dies tun, das tun. Doch sie haben keine Ahnung von der Realität unserer Landwirtschaft», so Mattei. Zudem: Nicht nur Wölfe seien eine Bedrohung, auch Bären, Luchse und Goldschakale.

Nicht jeder könne sich mit Hunden und Zäunen schützen, sagt Omar Pedrini (38), Präsident des Tessiner Bauernverbands. «Gut ein Drittel der Tessiner Bauern hat kleine Herden von 40 bis 50 Schafen oder Ziegen. Die weiden auf den Alpen, halten diese sauber.» Und genau dort seien die angeregten Schutzmassnahmen gar nicht möglich.

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