Switzerland

Pascal Messerli (32) kehrt aus Spanien heim – aber sein Flugzeug landet zu spät in der Schweiz: «Wegen 9 Stunden muss ich 10 Tage in Quarantäne!»

Der Quarantäne-Hammer des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vermiest vielen Schweizer Touristen die Spanien-Ferien. Auch BLICK-Leser sind betroffen. Für sie bedeutet die Aufnahme Spaniens in die Risikoliste ein verfrühtes Ende des Ferienplauschs. Oder den Gang in die Quarantäne.

Vom BAG-Entscheid betroffen ist BLICK-Leser Pascal Messerli (32) aus Langenthal BE. Er sonnt sich dieser Tage mit seiner Partnerin an den Stränden der Costa Brava. Bald schon muss er Meer und Sonne gegen die eigenen vier Wände tauschen. Für zehn Tage und unfreiwillig.

«Mein Flugzeug landet neun Stunden zu spät»

Ihm bleibt keine Wahl. «Ich habe versucht, meinen Flug umzubuchen, doch Aufwand und Kosten wären massiv gewesen», sagt Messerli. Zu seiner misslichen Lage kommt eine grosse Portion Pech dazu: «Mein Flugzeug landet am Samstagmorgen in der Schweiz. Neun Stunden zu spät.»

Die lange Absenz vom Arbeitsplatz könnte für den gelernten Fachmonteur zum Problem werden. Er arbeitet auf dem Bau. Da ist Homeoffice keine Option. «Die unsichere Situation bezüglich meines Lohns bereitet mir Kopfzerbrechen.» BLICK weiss: Weil er die Quarantäne unverschuldet antritt, hat er Anspruch auf Erwerbsersatz.

Dass Spanien neu auf der Risikoliste ist, versteht er nur teilweise. Denn: «Es gilt eine generelle Maskenpflicht. Desinfektionsmittel sind überall verfügbar. Wir fühlen uns sicher.» Messerli ist überzeugt, dass er und seine Freundin gesund in die Schweiz zurückkehren.

Familienfeier geht flöten

Ein schwerer Schlag ist die Quarantänepflicht auch für BLICK-Leserin Limara Oanes (33) aus Rüti ZH. Sie weilt momentan mit Ehemann und Sohn im andalusischen Granada. Seit zwei Wochen besuchen sie dort die spanische Grossfamilie. Bis gestern. «Schon vorher konnten wir die Ferien nicht wirklich geniessen. Immer schwang die Angst wegen der Quarantäne mit», so Oanes.

Für die Familie kommt die Quarantänepflicht zum ungünstigsten Zeitpunkt. «Am Sonntag feiert der Neffe meines Mannes Erstkommunion. Dass wir die verpassen, ist traurig.» Jetzt muss Familie Oanes überstürzt mit dem Auto in die Schweiz zurückreisen, um der Quarantäne zu entgehen. «Momentan sind wir im Aufbruchsstress.»

Ihr Arbeitgeber zeigt wenig Verständnis für die ausserordentliche Situation und ordnet die Rückkehr an. Ferien und Überzeit haben sie und ihr Mann keine mehr. Homeoffice wäre für sie eigentlich möglich, aber aufwendig. Klar ist nur: «Einen allfälligen Lohnausfall können wir uns nicht leisten», sagt die Büroangestellte.

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