Switzerland

Staatsanwalt fordert Verwahrung für Wiederholungstäter: Pädo-Clown könnte das Lachen für immer vergehen

Bei seiner letzten Verurteilung wegen sexueller Handlungen mit Kindern (23 Monate Knast) im Jahr 2005, versprach der pädosexuelle Freizeit-Clown X. Y.* (54) noch hoch und heilig: «Ich will mich von nun an von Kindern fernhalten. Ich finde selber nicht in Ordnung, was ich gemacht habe.»

Ein falsches Versprechen, denn gestern musste er sich wieder vor dem Bezirksgericht Meilen ZH verantworten. Der bekennende Pädophile hatte sich an die alleinerziehende Mutter eines kleinen Buben herangemacht. Im Herbst 2009 begann er, dem Neunjährigen vor dem Ins-Bett-Gehen an den Penis zu greifen – und zu massieren, so die Anklage. Bis sich der Bub zu wehren begann.

Pädo-Clown redet Übergriffe klein

«Ein Ausrutscher», gab sich X. Y. reuig. Nur: Die Übergriffe wurden noch hässlicher. Der Pädo-Clown schwängert seine Freundin. Das Kind (ein Mädchen) kommt 2003 zur Welt. Der Pädophile wartet, bis es fünf Jahre alt ist. Dann beginnt er, sich auch an ihr zu vergehen.

Laut Anklageschrift spielte X. Y. während eineinhalb Jahren mit dem Kind regelmässig «das Spiel, dass sein Penis lebendig sei und reden könne». So brachte er das unschuldige Mädchen dazu, dass sie sein Glied streichelte und massierte. «Es war nur eine Berührung, es sagte Hallo zum Pfiffeli.» So spielte der Pädophile den Missbrauch herunter.

Überdies hatte er das Mädchen in aufreizenden Posen fotografiert und das Bild abgespeichert. «Ein Schnappschuss», so der Pädo-Vater. «Haben Sie auch vor dem Kind onaniert?», wollte Gerichtspräsident Jürg Meier wissen. «Nein, ich kann mit Mädchen gar nichts anfangen.»

Staatsanwältin fordert Knast – und Verwahrung

Die Taten kamen ans Licht, weil X. Y., der auch für eine Kirchgemeinde tätig war, 2018 in einem Gottesdienst einen Buben (10) kennenlernte – und ihm Nachhilfe gab. Der Unterricht gestaltete sich, in dem sich die beiden abwechselnd den Penis massierten. Dreist behauptet der Pädo vor Gericht: «Die Initiative kam von ihm aus. Er griff mir unvermittelt in die Hose.»

Genug für die Staatsanwältin, sie forderte eine Freiheitsstrafe von 7½ Jahren und eine Verwahrung. X. Y. hingegen möchte so schnell wie möglich wieder zu Frau und Tochter. Das Urteil folgt.

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