Switzerland

Thornton beim HCD: Gekommen, um zu bleiben?

Wenn Joe Thornton jeweils im August im Landwassertal die Saisonvorbereitung unter die Schlittschuhe nimmt, brennt die Frage unter den Nägeln: Ist es diesmal für immer? Vor vielen Monden blieb er mal für eine ganze Saison (der Streit um den Gesamtarbeitsvertrag hatte die NHL stillgelegt) und ging im Herbst 2005 mit einem Titel und der Aargauerin Tabea zurück nach Nordamerika. 2013 führte der nächste Arbeitskampf in Übersee zu einem weiteren Gastspiel Thorntons in Davos, diesmal allerdings im befristeten Rahmen.

2020 ist alles anders

Und jetzt? Im Covid-Sommer 2020 haben sich die Randbedingungen stark verändert. Joe Thornton ist 41 Jahre alt und besitzt den Schweizer Pass, aber keinen gültigen NHL-Vertrag mehr. Die nächste NHL-Saison beginnt erst im Dezember, wann und unter welchen Bedingungen in der Schweiz gespielt werden kann, steht gegenwärtig in den Sternen.

Der HCD-Sportchef Raeto Raffainer sagt: «Wenn Joe hier ein paar Spiele machen oder auch länger bleiben möchte, wird er mir das sagen. Dann werden wir eine Lösung finden. Konkrete Pläne haben wir zum aktuellen Zeitpunkt aber noch keine geschmiedet.»

«Ich will noch zehn Jahre spielen»

Über ein mögliches Ende seiner NHL-Karriere (1815 Spiele seit 1997) hat Thornton bisher nichts Konkretes verlauten lassen. Im letzten Sommer deutete er an, noch zehn Jahre weiter in der besten Liga der Welt spielen zu wollen. «Ich habe nichts anderes vor», sagte er damals in einem vielleicht nicht ganz ernst gemeinten Ton. Thornton spielt seit 2005 für San Jose, im Silicon Valley wird er genauso verehrt wie im Landwassertal. Man darf davon ausgehen: Thornton bekommt bei den Sharks einen Vertrag, wenn er das will.

Die nächsten Wochen werden in vielerlei Hinsicht Aufklärung bieten. Am 12. August wird vom Bundesrat ein Entscheid bezüglich Veranstaltungen mit Zuschauern erwartet. Bleibt der Souverän bei der eigentümlichen Pauschalregelung mit 1000 Zuschauern (ungeachtet der unterschiedlichen infrastrukturellen Bedingungen), muss die Branche über die Bücher. Wird ein Kompromiss erzielt, haben die Klubs etwas Spielraum.

Bis dann ist bei Thornton vielleicht ein Entschluss gereift. Sollte er sich für ein kurz- oder langfristiges Engagement beim HCD entscheiden wird er feststellen, wie wenig sich die National League bezüglich der schnellen Fortbewegung heutzutage noch von der NHL unterscheidet. Für ein formidables Schlussbouquet Thorntons in der Schweiz spricht die Lust der Schweizer Fans auf diesen internationalen Star. Für ein stilgerechtes Ende ist aber nur eine Bühne wirklich gross genug: Das Rampenlicht der National Hockey League.

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