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Trump soll Verkauf von Puerto Rico vorgeschlagen haben

Hurrikan Maria tötete auf der US-Karibikinsel Tausende Menschen und richtete riesige Zerstörung an. Der US-Präsident hat den Wiederaufbau offenbar wie ein Geschäftsmann angegangen.

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump bei einem Rundgang durch vom Hurrikan Maria zerstörte Gebiete in Puerto Rico.

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump bei einem Rundgang durch vom Hurrikan Maria zerstörte Gebiete in Puerto Rico.

Foto: Jonathan Ernst (Reuters) 

Hurrikan Maria war eine Naturkatastrophe historischen Ausmasses für die US-Karibikinsel Puerto Rico. Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern und Überschwemmungen machten Gebäude dem Erdboden gleich. Etwa Mitte September 2017 startete das Unheil. Ende September war der Spuk vorbei. Die traurige Bilanz: Je nach Berechnung über 3000 Tote, eine Insel praktisch ohne Strom, Zugang zu Trinkwasser oder eine funktionierende Telefonleitung sowie Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe – eine grosse Bürde für das arme Puerto Rico, und offenbar auch eine ebenso grosse für die USA.

Als es um den Wiederaufbau nach den entstandenen Schäden ging, soll US-Präsident Donald Trump nämlich den Verkauf der Insel vorgeschlagen haben. «Die anfänglichen Ideen des Präsidenten waren eher die eines Geschäftsmannes», erinnerte sich die damalige Ministerin des Heimatschutzministeriums, Elaine Duke, in einem Interview mit der «New York Times». «Können wir die Elektrizität auslagern? Können wir die Insel verkaufen? Oder das Asset veräussern?» Die Idee, Puerto Rico zu verkaufen, sei jedoch nie ernsthaft in Erwägung gezogen oder diskutiert worden, so Duke.

Strassen unter Wasser: Hurrikan Maria sorgte in Puerto Rico für ein Bild der Zerstörung.

Strassen unter Wasser: Hurrikan Maria sorgte in Puerto Rico für ein Bild der Zerstörung.

Foto: Thais Llorca (EPA/Keystone) 

Die Heimatschutzministerin erinnerte sich im Interview mit der Zeitung zudem an ein Gespräch mit dem damaligen Direktor des Amts für Verwaltung und Haushaltswesen, Mick Mulvaney. Laut eigenen Aussagen wollte Duke noch vor Eintreffen des Hurrikans den Notstand für Puerto Rico ausrufen, Mulvaney sei dagegen gewesen. «Sei nicht so emotional, Elaine. Es geht nicht um die Menschen, es geht ums Geld», soll Mulvaney dazumal gesagt haben. Er bestreitet gegenüber der Zeitung, jemals besagte Bemerkungen gemacht zu haben.

«Unglaublicher, unbesungener Erfolg»

Viele Puerto Ricaner schätzten Trumps Reaktion auf den verheerenden Wirbelsturm in der Karibik als zu zögerlich ein. Trump hingegen hatte auf die Kritik mit überschwänglichem Lob der eigenen Regierung und Kritik an die Adresse der örtlichen Behörden geantwortet. So warf Trump der Bürgermeisterin von San Juan, Carmen Yulín Cruz, «armselige Führungsqualitäten» vor. Die Leistung der US-Regierung bezeichnete Trump im Nachhinein als einen «unglaublichen, unbesungenen Erfolg».

Trumps geschäftsmännisches Regieren zeigte sich auch 2019, als der US-Präsident ankündete, Grönland kaufen zu wollen. Als Grund nannte er «strategische» Interessen sowie «wertvolle Mineralien», über welche das Land verfüge. Das Königreich Dänemark, welches weitgehend die aussenpolitischen Angelegenheiten des autonomen Territoriums übernimmt, betonte damals, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Der einstige Immobilienmogul Trump sagte daraufhin ein Treffen mit der dänischen Regierungschefin ab.

( sho )

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