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Über den Hafen von Beirut sind bisher mehr als zwei Drittel der Importe ins Land gekommen

Die Explosionen in Beirut haben einen der wichtigsten Wirtschaftsstandorte des Landes getroffen. Der Schiffsverkehr muss vorübergehend nach Tripolis umgeleitet werden.

Der Hafen von Beirut war vor dem Unglück am Dienstagabend Libanons grösster Container-Umschlagplatz und galt als Tor zur ganzen Region.

Der Hafen von Beirut war vor dem Unglück am Dienstagabend Libanons grösster Container-Umschlagplatz und galt als Tor zur ganzen Region.

Mohamed Azakir / Reuters

Die Explosionen in Beirut haben einen der wichtigsten Wirtschaftsstandorte des Landes getroffen. Denn der Hafen der Hauptstadt ist nicht nur der grösste, sondern vor allem der mit Abstand wichtigste Containerhafen Libanons.

Etwa 70 Prozent der libanesischen Importe kommen durch den Hafen von Beirut ins Land. Die meisten der Güter werden aus China sowie Italien, Griechenland, Deutschland und den USA importiert. Laut der libanesischen Tageszeitung «L’Orient-Le Jour» kann der Hafen zurzeit nicht betrieben werden. Der Schiffsverkehr werde nach Tripolis umgeleitet. Der Hafen dort ist zwar um einiges kleiner als der von Beirut. Da aufgrund der Wirtschaftskrise allerdings weniger Schiffe anlegen, sollte er das Nötigste auffangen können.

Libanon ist stark von Importen abhängig: Ihr Warenwert beträgt über 20 Milliarden Dollar – der Wert der Exporte lediglich 3,5 Milliarden Dollar. Das Aussenhandelsdefizit belastet die libanesische Wirtschaft seit Jahren, im vergangenen Jahr lag das Wachstum bei null Prozent. Nach der Verwüstung des Hafens wird es noch schwieriger werden, das krisengeplagte Land wirtschaftlich zu stärken.

Das Tor zum Nahen Osten

Der Hafen von Beirut zählt zu den zehn wichtigsten Häfen des Mittelmeers und gilt als Tor zum Nahen Osten. Er ist sowohl mit Asien als auch mit Europa und mit Afrika stark vernetzt. 12 Direktverbindungen führen in den Nahen Osten, 8 nach China und 27 nach Europa.

In den vergangenen Jahren hat sich der Hafen stark vergrössert. So entsprach im Jahr 2005 die jährliche Kapazität noch 465 000 Containern – 13 Jahre später waren es mit 1,3 Millionen fast dreimal so viele. Mit den Umbauarbeiten erhöhte sich auch der Umsatz. Dieser hat sich mit einer jährlichen Wachstumsrate von über 11 Prozent von 89 Millionen Dollar im Jahr 2005 auf 313 Millionen Dollar im Jahr 2017 mehr als verdreifacht.

Der Umsatz hat sich mehr als verdreifacht

Umsatz des Hafens von Beirut von 2005 bis 2017 in Millionen Dollar mit einer jährlichen Wachstumsrate von über 11%

20052006200720082009201020112012201320142015201620170100200300

Mit der Umsatzsteigerung ist auch der Gewinn des Hafens gestiegen, allerdings mit einer höheren jährlichen Wachstumsrate. Im Jahr 2017 betrug er 124 Millionen Dollar – über acht Mal mehr als noch im Jahr 2005. Dieses starke Wachstum zeigt, dass der Betrieb um einiges effizienter geworden ist.

Weniger Passagiere aufgrund des Kriegs

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl bestätigt diesen Aspekt. Zwar zählt der Hafen zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Libanons. Doch ein grosser Arbeitgeber für die Menschen der Hauptstadt ist er nicht. Denn die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter hat sich von knapp 900 im Jahr 2005 auf gerade einmal 281 im Jahr 2017 verringert.

Über den Beiruter Hafen sind früher viele Touristen ins Land gekommen. Hauptsächlich aufgrund des 33-Tage-Kriegs mit Israel im Sommer 2006 sank die Zahl der Passagiere jedoch stark. Statt 30 000 Menschen im Jahr 2005 nutzten 2007 nur noch 1000 den Hafen als Verkehrspunkt. Zwar steigen die Passagierzahlen wieder, doch mit ungefähr 5000 im Jahr 2018 erreichen sie noch lange nicht die Werte während der touristischen Hochzeit Anfang der 2000er Jahre.

Die Kennzahlen des Hafens von Beirut

Die Tabelle zeigt die aktuellsten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2017

Umsatz 313 Mio. Dollar
Gewinn 124 Mio. Dollar
Container pro Jahr 1.3 Mio.
Schiffe pro Jahr 3000
Mitarbeiter 281
Passagiere 6000

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