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Üble Beschimpfungen gegen BVB-Juwel (15): So cool reagiert Moukoko auf den Schalke-Hass

«Ich breche dir alle Knochen!», «Hurensohn!»: Anhänger des FC Schalke 04 sorgen beim Derby in der Junioren-Bundesliga gegen Dortmund für einen Rassismus-Skandal, der über die Landesgrenzen hinaus für Entsetzen sorgt.

Der Hass einiger Schalke-Fans vor Ort ist gegen Youssoufa Moukoko gerichtet, gegen das 15-jährige Supertalent, dem beim 3:2-Sieg der Dortmunder zum dritten Mal in Serie ein Hattrick gelingt. Moukoko solle sich «verpissen» und «ins Grab legen», schreien sie aufs Feld. Die Worte sind auf einem vom DFB zur Verfügung gestellten Livestream deutlich zu hören.

Die Szenen wenige Tage vor dem Aufeinandertreffen der Erzrivalen auf Profi-Stufe lassen das Revierderby vom Samstag noch gehässiger werden als es ohnehin schon ist.

«Neid ist die höchste Form der Anerkennung»

Schalke hat das Verhalten der Fans umgehend verurteilt und angekündigt, die Täter so schnell wie möglich ermitteln zu wollen. Mithilfe von zur Verfügung gestelltem Video- und Audio-Material sollen die Fans identifiziert werden.

Moukoko selbst reagiert mit klugen Worten auf Instagram: «Wir sind zwar Gegner auf dem Platz, aber in der Sache sind wir vereint. Vergesst nicht, dass wir alle die Liebe zum Fussball teilen. Gott hat uns alle schön gemacht, wir sind alle besonders. Denn egal, ob arm, reich, schwarz, weiss: am Ende des Tages bluten wir alle gleich. Jeder, der was anderes sagt, ist einfach neidisch. Und Neid ist bekanntlich die höchste Form der Anerkennung. Lasst euch von niemandem davon abbringen, das zu tun, was ihr liebt.»

Er könne verstehen, dass es im Derby emotional werden könne, doch «am Ende soll der Sport uns verbinden und keine Grenzen zwischen uns setzen».

Barça-Star Fati von Zeitung beleidigt

Ein ähnliches Szenario erlebt Moukokos spanisches Pendant Ansu Fati. Über das 17-jährige Barça-Ausnahmetalent schreibt die spanische Zeitung «ABC» nach der Champions-League-Partie vom vergangenen Dienstag: «Ansu rennt wie eine Gazelle, wie ein sehr junger, schwarzer Strassenverkäufer, den man plötzlich durch den Paseo de Gracia (eine Allee in Barcelona, d. Red.) sprinten sieht, weil ein anderer mit dem Coderuf ‹Wasser, Wasser› vor der Polizei warnt.» Nur kurze Zeit später geht dieser Ausschnitt, vor allem Dank Antoine Griezmann viral. Der Barça-Stürmer verurteilt diese Aussage und schreibt auf Twitter: «Ansu ist ein aussergewöhnlicher Junge, der ebenso Respekt verdient wie jeder andere Mensch. Nein zum Rassismus und nein zur schlechten Erziehung.»

Barça soll nun ebenfalls reagieren. Laut «Mundo Deportivo» plane der Klub eine Klage gegen den «ABC» – Journalisten Salvador Sostres. Sostres, der sich mittlerweile für seine rassistischen Äusserungen entschuldigt hat.

Ob in Spanien oder Deutschland, es soll nun endlich wieder nur der Fussball im Vordergrund stehen. So also auch am Samstag beim Revierderby. Moukoko wird dann aber noch zuschauen müssen. Erst ab dem 20. November, seinem 16. Geburtstag, darf er für die Profis auflaufen. Dann könnte er sowohl jüngster Bundesliga- als auch jüngster Champions-League-Spieler der Geschichte werden!

Und bis dahin schiesst er sich schon mal bei den Junioren warm: neun Tore in drei Partien – eine echte Ansage! (mpe)

BVB-Verteidiger Emre Can (26) positiv auf Coronavirus getestet

Bitterer Rückschlag für Borussia Dortmund. Der BVB muss im Revierderby auf Verteidiger Emre Can verzichten. Der Deutsche hatte nach dem letzten Bundesliga-Spiel (1:0-Sieg gegen Hoffenheim) einige Tage frei bekommen und wurde nun positiv auf das Coronavirus getestet. Der BVB teilt mit, dass Can symptomfrei ist und sich bereits in häuslicher Isolation befindet. Das Derby gegen Schalke 04 findet trotzdem statt – alle weiteren Spieler wurden negativ getestet.

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