Switzerland

Unverhoffte Steuereinnahmen dank Lottogewinn: Millionen für Rümligen – just vor Abstimmung über Gemeindefusion

Ein Lottogewinner aus Rümligen musste vor zwei Jahren fast 90 Millionen Franken eingestrichen haben. Davon profitiert die Gemeinde nun immens.

Ein kleines Kreuzchen am richtigen Ort kann den ganz grossen Unterschied ausmachen. (Themenbild)

Ein kleines Kreuzchen am richtigen Ort kann den ganz grossen Unterschied ausmachen. (Themenbild)

KEYSTONE/AP/Roberto Pfeil

Plötzlich reich: Ein hoher Lottogewinn eines Bürgers oder einer Bürgerin hat der kleinen Gürbetalergemeinde Rümligen rund 8,9 Millionen Franken Sondersteuereinnahmen in die Kasse gespült. Dies berichtet die «Berner Zeitung» in ihrer Ausgabe vom Freitag.

Informationen zum Lottogewinner oder zur -gewinnerin gibt es keine, ausser dass der Gewinn etwa zwei Jahre zurückliegt. Im Oktober 2018 hatte Swisslos mitgeteilt, ein Lottospieler aus der Deutschschweiz habe bei Euromillions 89,4 Millionen Franken gewonnen – einen der höchsten je erzielten Lottogewinne in der Schweiz. Er habe sämtliche fünf Zahlen und zwei Sterne richtig getippt. Dieser Gewinner dürfte somit mit einiger Wahrscheinlichkeit aus Rümligen stammen, wie es im Bericht «Berner Zeitung» heisst. 10 Prozent der Gewinnsumme gehen an die Gemeinde; insgesamt müssen Lottogewinne im Kanton Bern mit 32,5 Prozent versteuert werden.

Beeinflusst das Geld geplante Fusion?

Über die hohen Sondereinnahmen von Rümligen dürfte sich auch die Nachbargemeinde freuen. Am kommenden Montag entscheiden nämlich die Gemeindeversammlungen von Rümligen und von Riggisberg über eine Fusion.

Bei aller Freude über das unerwartete finanzielle Polster befürchten die Gemeindepräsidenten aber, dass das viele Geld den Rümliger Fusionsgegnern Auftrieb geben könnte. «Es liegt nahe, dass der Lottogewinn zu reden geben wird», wird der Rümliger Gemeindepräsident Martin Studer (SP) in der «Berner Zeitung» zitiert. Wegen des Geldes auf eine Fusion zu verzichten, «wäre sehr kurzfristig gedacht», pflichtete ihm sein Riggisberger Amtskollege Michael Bürki (SVP) bei.

Wer macht in der Gemeinde noch mit?

In der Botschaft zur Gemeindeversammlung heisst es denn auch: «Die Fusionsabklärungen zwischen den zwei Gemeinden wurden nicht aus finanziellen Überlegungen heraus aufgenommen. Die Vorteile einer Fusion liegen für Rümligen hauptsächlich bei der Besetzung politischer Ämter, bei der Suche nach geeignetem Kaderpersonal und der Sicherstellung der Stellvertretungen in der Gemeindeverwaltung sowie dem Erhalt des Schulhauses. Die Hauptprobleme der Gemeinde Rümligen werden durch den Geldsegen somit nicht gelöst.»

Hingegen dürfen sich die Einwohner wohl auf eine Steuersenkung freuen. Die Gemeinde Rümligen hatte bisher ein Jahresbudget von rund 1,7 Millionen Franken, die grössere Nachbargemeinde Riggisberg kam auf 19 Millionen Franken.

Mit einer allfälligen Fusion entstünde im Gürbetal vor den Toren Berns eine Gemeinde mit rund 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Rümligen, besser gesagt das Schloss Rümligen, war der Wohnort von Elisabeth de Meuron-von Tscharner, besser bekannt als «Madame de Meuron».

Auch Riggisberg hatte prominente Einwohner. Die Gemeinde war die Wahlheimat der Industriellenfamilie Werner und Margaret Abegg. Sie sind die Gründer der Abegg-Stiftung, die heute weltweiten Ruf als Institut für die Sammlung, Erhaltung und Erforschung historischer Textilien geniesst.

SDA

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