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«Versuchte Vergewaltigung»: Ist Trumps Richter in einen Skandal verwickelt?

Eine Professorin hat schwere Vorwürfe gegen Brett Kavanaugh erhoben.  Bild: AP/AP

US-Präsident Donald Trump hat im Juli den konservativen Juristen Brett Kavanaugh als neuen Richter am Obersten Gerichtshof der USA nominiert. «Er ist ein brillanter Richter, mit einem klaren und effektiven Schreibstil», sagte Trump über den 53-Jährigen. Der Konservative legte eine steile Karriere hin und geniesst unter Republikanern grosses Ansehen. 

Es könnte jedoch sein, dass sein Leben nicht ganz makellos war – das wurde letzte Woche zumindest in einem anonymen Brief behauptet. Darin wurde Kavanaugh der versuchten Vergewaltigung beschuldigt. Nun ist die Verfasserin an die Öffentlichkeit gegangen. In einem Interview mit The Washington Post sprach Christine Ford über das traumatische Erlebnis. 

Der Vorfall soll sich während ihrer High School-Zeit Anfangs der 1980er Jahre ereignet haben. Kavanaugh soll Ford an einer Party vor den Augen seines Schulkameraden Mark Judge auf ein Bett gedrückt und angefasst haben. Zudem soll er auch versucht haben, sie zu entkleiden. Als sie um Hilfe schrie, soll er seine Hand auf ihren Mund gepresst haben. Ford gelang die Flucht, als der Freund auf die beiden drauf sprang und den Beschuldigten aus dem Gleichgewicht brachte. Die beiden Männer sollen zuvor reichlich Alkohol konsumiert haben. 

Langes Schweigen

Ford hat nach eigenen Angaben lange geschwiegen und versuchte den Vorfall zu verdrängen. Erst nach ihrer Hochzeit im Jahr 2002 vertraute sie sich ihrem Ehemann an und sprach mit ihrem Therapeuten über das einschneidende Erlebnis, wie The Washington Post berichtet. Alle Details sind Ford aber nicht mehr präsent – schliesslich liegt der Vorfall mehr als 35 Jahre zurück. Sie schätzt, dass sie selber zum Tatzeitpunkt 15 und die beiden Männer 17 Jahre alt waren.

Christine Ford hatte sich entschieden ihre Geschichte zu veröffentlichen, nachdem klar wurde, dass Kavanaugh als möglicher Nachfolger für den zurückgetretenen Richter Anthony M. Kennedy nominiert wurde. Sie selber unterstützt die Demokraten. 

Eines der wenigen Fotos von Christine Ford. Der Twitter-User bezeichnet sie als «linke Aktivistin».

Letzte Woche äusserte sich der Beschuldigte zu den anonymen Vorwürfen und wies diese «kategorisch und unmissverständlich» ab. Auch Mark Judge meldete sich zu den Vorwürfen gegen dem Juristen: «Das ist absolut verrückt. Ich habe Brett noch nie so handeln sehen!».

Die 51-Jährige Christine Ford arbeitet als Professorin für Klinische Psychologie an der Palo Alto Universität. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. (vom)

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Video: srf/SDA SRF

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