Switzerland

Wie wir reden: Streit ums Gendersternchen

Es wurde soeben vom Duden aufgenommen, nun hält die Gesellschaft für deutsche Sprache dagegen: Geschlechtergerechte Sprache solle nicht mit einem * praktiziert werden.

Sternchen Ja oder Nein? Man ist sich uneins in Deutschland – und nicht nur dort.

Sternchen Ja oder Nein? Man ist sich uneins in Deutschland – und nicht nur dort.

Foto: Keystone

Die Bibel der deutschen Sprache, der Duden, geht ja mit der Zeit und nimmt alle paar Jahre neudeutsche oder vielmehr neu eingedeutschte Wörter auf, man legt da wirklich verblüffend wenig Dünkel an den Tag. Und so finden sich in der brandneuen Ausgabe, die diese Woche erschienen ist, Begriffe wie «Chiasamen», «transgender» und «Uploadfilter». Auch «hypen» ist gemäss Duden total korrekt.

Das sorgt natürlich immer wieder für Entrüstung. Diese Anglizismen allenthalben, heisst es jeweils düster, seien der Anfang vom Ende, sowieso gehe es mit einer Gesellschaft, die eine Verrohung der Sprache sozusagen derart offiziell gestatte, zwangsläufig rasant bachab.

Leser*innen ist in Ordnung, sagt der Duden

Erwartungsgemäss wurde dieser Chor auch jetzt angestimmt, aber für einmal war die Empörung mehrstimmiger als in früheren Jahren. Zum Kulturpessimismus gesellt sich jetzt, passend zur empfindsamen Zeit, in der wir leben, ein Streit über die geschlechtergerechte Verwendung von Nomen. Konkret geht es um nichts weniger als die Frage: Kann Sprache gleichzeitig grammatikalisch und politisch korrekt sein?

Der Duden war in dieser Hinsicht nämlich vorgeprescht. Und hatte das Gendersternchen geadelt, indem er erklärt hatte, es sei in Ordnung, wenn man nicht mehr länger die Formulierung «Leserinnen und Leser» oder «Leserinnen/Leser», sondern «Leser*innen» verwende. Diese Schreibweise, hiess es zur Erklärung, setze sich immer mehr durch, inbesondere in Fällen, «in denen das Geschlecht nicht mehr nur als weiblich oder männlich verstanden werde und die Möglichkeit weiterer Kategorien angezeigt werden solle».

Das * ist gar nicht in Ordnung, sagt die Gesellschaft für deutsche Sprache

Das sieht die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ganz anders. Und meldete sich umgehend zu Wort, indem sie «ausdrücklich» davon abrät, «das Gendersternchen und ähnlich problematische Formen zu verwenden». Selbstverständlich befürworte man geschlechtsgerechte Formulierungen, aber das * sei schlicht nicht das taugliche Mittel dafür.

Gemäss GfdS sind all diese neuen problematischen Formen überhaupt nicht kompatibel mit der deutschen Rechtschreibung, also sowieso nie korrekt, und zu Verständigungsproblemen würden die alle ebenfalls führen, keineswegs nur schriftlich.

Nur schon, wie spreche man das eigentlich aus: «Leser*in»?

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