Switzerland

«Wir müssen mit dem Virus leben», sagt Weisses Haus: Amerikaner feiern Nationalfeiertag ohne grosse Rücksicht auf Corona

Poolpartys, sie gehören so zum «4th of July»-Nationalfeiertag der USA wie Grillpartys zum 1. August. Viele Amerikaner haben sich auch dieses Jahr, in Zeiten von Corona, die Freude am wilden Planschen nicht nehmen lassen. Dies, obschon die Corona-Infektionszahlen in zahlreichen Landesteilen stark ansteigen. So hat der südliche Bundesstaat Texas mit 8258 neuen Fällen einen neuen Tagesrekord an Neuinfektionen gemeldet.

Die USA feiern ihren Nationalfeiertag, während das Land seit Tagen neue Höchststände an nachgewiesenen Neuinfektionen verzeichnet. Drei Tage in Folge lagen täglichen Neuansteckungen nach Angaben der Johns Hopkins Universität jeweils über 50'000 - so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie.

Doch der 4. Juli hat gezeigt, dass es vielen Amerikanern egal ist, dass die Coronavirus-Fälle wieder zunehmen - ganz im Einklang mit der neuen Botschaft des Weissen Hauses, einfach mit dem Virus zu leben.

Weisses Haus: «Wir müssen mit dem Virus leben»

«Das Virus ist bei uns, aber wir müssen damit leben», zitiert «NBC News» einen hohen Regierungsbeamten. Dies sei die neue Botschaft, die Trumps Regierung zur Pandemie aussenden wolle.

Unabhängig vom Virus müsse Amerika weitergehen, lautet diese Botschaft, die Kritikern zufolge die Gesundheitskrise weiterhin herunterspielt, wie Trump dies seit Monaten tut. Herunterspielen, ja ignorieren, das ist es auch, was ein grosser Teil des Landes bereits tut. Ungeachtet der Konsequenzen. Vielerorts, wo der Shutdown beendet wurde, explodieren die Corona-Fallzahlen.

In einigen Bundesstaaten war die Stimmung gedämpft, in anderen nicht. So vergnügten sich am 4th of July auch Scharen von Menschen dichtgedrängt in Wasserparks von Wisconsin, Missouri und Michigan - alles Bundesstaaten, die Covid-19-Infektionen ansteigen sehen. Partylaune hier in Michigan:

Plötzlich politischer Unabhängigkeitstag

Und sind die Feierlichkeiten am Unabhängigkeitstag der USA traditionell unpolitisch, nutzte US-Präsident Donald Trump (74) die grosse Bühne für Rundumschläge gegen seine Gegner. Dabei spielte Trump auch auf die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt an, die seit Wochen nicht abreissen und eine Debatte über die Erinnerungskultur losgetreten haben.

«Amerikanische Helden», so Trump im Garten des Weissen Hauses, hätten die Nazis, Faschisten, Kommunisten und Terroristen besiegt, amerikanische Werte gerettet und Prinzipien hochgehalten. «Jetzt sind wir dabei», so Trump, «die radikale Linke, die Marxisten, die Anarchisten, die Unruhestifter und und Plünderer zu besiegen.»

Trump hält die meisten Corona-Fälle für «komplett harmlos»

Zur im Land wütenden Corona-Krise behauptete Trump, dass 99 Prozent der gefundenen Fälle «komplett harmlos» seien. Insgesamt wurden in den USA mehr als 2,8 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Rund 130'000 Menschen starben infolge einer Infektion.

Der bedrängte, im November seine Wiederwahl anstrebende, Republikaner machte erneut China für die weltweite Ausbreitung des Virus verantwortlich. Trump warf dem Land Vertuschung vor. China müsse, so Trump, «in vollem Umfang zur Rechenschaft gezogen werden». (kes)

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