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Juristischer Tiefschlag: Promi-Autohändler muss 815.000 Euro an Ex-HSV-Star zahlen

Lokstedt -

Juristischer Tiefschlag für Promi-Autohändler und TV-Star Hamid Mossadegh: Das Landgericht Hamburg hat den 39-Jährigen verurteilt fast 815 000 Euro an seinen Ex-Geschäftspartner, den ehemaligen HSV-Star Nigel de Jong, zu zahlen.

Es war einmal eine wunderschöne Erfolgsgeschichte: Ein Ex-Profi-Fußballer mit weltweiten Verbindungen und ein umtriebiger Autohändler tun sich zusammen. Gut zehn Jahre lang führten sie „Continental Cars“ am Offakamp in Lokstedt. Bald versorgte diese Firma Fußballstars wie Mesut Özil oder Jerome Boateng mit Ferraris, Bentleys oder Porsche.

Foto Autohändler1

„Continental Cars“ versorgte Fußballstars mit Supersportwagen wie Ferrari, Lamborghini oder Porsche.

Fernsehteams gingen bei Hamid Mossadegh ein und aus und auch die MOPO berichtete über den „Autohändler der Stars“. Als der auch noch selbst Fernsehstar der RTL-2-Sendung „Grip – das Motormagazin“ wurde, stieg ihm der Erfolg offenbar zu Kopf. Firmenchef Nigel de Jong stellte fest, dass Ebbe auf Firmenkonten herrschte. Sein Geschäftspartner konnte ihm dafür keine rechte Erklärung geben. Deswegen zog der Ex-HSVer vor Gericht.

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Mossadegh hatte das noch mit der mehr oder weniger freiwilligen Zahlung von 329.000 Euro verhindern wollen. Vergeblich.

Urteil in Hamburg: Mossadegh hat in Kasse von „Continental Cars“ gegriffen

Am Dienstag verkündete die Zivilkammer 9 im Landgericht ihr Urteil (AZ309/O/2/19). Die Kammer sah es als erwiesen an, dass Hamid Mossadegh unter Missbrauch seiner Befugnisse als Generalbevollmächtigter des Unternehmens zwischen 2015 und 2018 Firmengelder für private Zwecke verwendete. Die Kammer warf Mossadegh vor, private Reisen, Bekleidung und selbst Einkäufe bei Ikea mit Geldern des Unternehmens bezahlt zu haben.

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Dazu kamen erhebliche Bargeld-Auszahlungen und Überweisungen von Firmengeldern auf private Konten. Mossadeghs Anwalt hatte vergeblich versucht zu beweisen, dass es sich bei den Zahlungen um Vergütungen für Mossadeghs Dienste als Generalbevollmächtigter handeln würde. Das konnte er laut Gerichtsurteil nicht schlüssig erklären.

Hamburg: Promi-Autohändler Mossadegh will in Berufung gehen

Gegenüber der MOPO deutete Mossadegh an, in Berufung gehen zu wollen.

Für den umtriebigen Autoexperten kommt das Urteil zur Unzeit. Er hatte sich gerade mit einer neuen Unternehmung in der Öffentlichkeit präsentiert. „Area20“ nennt sich sein Garagenkomplex in Winterhude, in dem die Besitzer von Supersportwagen ihre „Spielzeuge“ sicher und diskret abstellen können.