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Nur die Physik setzt Grenzen: Euroflugtag in Rheidt lockt Tausende Besucher

Beinahe ins Wasser gefallen, am nächsten Tag vom Winde verweht – die Rahmenbedingungen für den Euroflugtag auf dem Modellflugfeld in Rheidt waren suboptimal. Und doch kamen Tausende Besucher, um dem Verein zu seinem 50-jährigen Bestehen die Ehre zu erweisen.

Es war die 18. Auflage des Großereignisses, das nach den Worten von Bürgermeister Stephan Vehreschild über die Stadt- und gar die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Er lobte den ersten Vorsitzenden und seine 250 Mitglieder für ihre Aktivitäten im Umweltschutz, für die Anlage von Blühwiesen und Blühstreifen. Auf dem Vereinsheim sind Photovoltaik-Paneele montiert, mit denen die Modellflieger ihre Akkus laden.

Das Wetter verhinderte so manchen Start

Im Mittelpunkt der dreitägigen Flugeinlagen aber standen Vorführungen von Profis aus dem In- und Ausland sowie spektakuläre Nachbauten. Neben dem Flugfeld hatten sich die Piloten eingerichtet und warteten auf ihren Slot, ihr Zeitfenster. Die „Airliner“, Repliken großer Passagierjets, verzichteten am Samstag auf einen Start, zu unberechenbar waren die Böen für ihre großen Modelle, die Antonov An 225 etwa mit zwei Elektro-Impellern und vier Turbinen oder die Concordes.

Bei ihren Vorführungen zauberten die Flieger mit Rauch.

Bei ihren Vorführungen zauberten die Flieger mit Rauch.

Foto:

Einfacher hatten es da die turbinengetriebenen Jets, die steil in den Himmel aufstiegen und mit hoher Geschwindigkeit am Publikum vorbeirasten. Jörg Rabenstein zeigte seinen Tiger, einen Hubschrauber, den er in Eigenleistung gebaut hat – Kosten rund 25 000 Euro. Überhaupt waren viele Maschinen Unikate.

Dieses Jahr besonders viele Unikate

Die „Spinne“, die erste Fokker, stammt im Original von 1911. Klaus Fischer vom Club aus Wyhl-Forchheim bei Freiburg hat nach Fotos Baupläne entwickelt und dann danach gebastelt. Dominik Rudis aus Issum führte seinen Kunstflieger an die physikalischen Grenzen. Wenige Zentimeter über dem Boden schwebte das Gerät aufrecht, schien am Propeller zu hängen.

Im Fokker-Dreidecker saß der Pilot mit einem „Pour le mérite“-Orden hinter seinen Maschinegewehren.

Im Fokker-Dreidecker saß der Pilot mit einem „Pour le mérite“-Orden hinter seinen Maschinegewehren.

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Nicht weniger virtuos steuerte Martin Münster sein Modell. Er ist gerade mal zwölf Jahre alt, aber schon deutscher Vizemeister im F3P-Expert-Fliegen, einer Hallendisziplin. Viel Applaus holten sich die „Legendary Fighters“ ab, elf originalgetreu nachempfundene Modelle aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurden von einem ferngesteuerten Jeep aufs Flugfeld geführt. Die Zwillinge Oliver und Thorsten Maszke aus Ganderkesee bei Bremen ließen ihre Dreidecker von Fokker sogar rückwärts fliegen, einer landete auf der Nase.

Großer Wert auf den Nachwuchs

Einen eigenen Slot bekam die Jugend des Aero-Clubs. „Das Hobbyangebot darf nicht sterben“, sagte Hünten, der Verein stecke viel Energie in den Nachwuchs. Mit Erfolg, richtet er doch am 7. und 8. September die deutschen Jugendmeisterschaften aus, für die sich auch Jona Kuthe – er will Luft- und Raumfahrttechnik studieren – qualifiziert hat.

Dominik Rudis (l.) brachte sein Kunstflug-Modell an die physikalischen Grenzen. Dafür übt er fast täglich.

Dominik Rudis (l.) brachte sein Kunstflug-Modell an die physikalischen Grenzen. Dafür übt er fast täglich.

Foto:

„Das macht mir Spaß. Vom Modellflug gehe ich, glaube ich, nicht weg.“ Andreas Kuhl und Ingrid Kunz als Gäste waren begeistert: „Das ist super, das Getümmel und leckeres Essen. Da werde ich wieder zum Kind“, meinte der 56-Jährige. Neben Flugshows, auch nachts, gab es die „Eurofood-Meile“ sowie auf der Bühne „Pläsier“, die Cheerleader des FC Hertha Rheidt und Bernice Ehrlich.

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