logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo
star Bookmark: Tag Tag Tag Tag Tag
Germany

Wegen zehn Jahre alter Tragödie: Zoff zwischen Peta und Tierpark Hagenbeck!

Es gibt mal wieder Zoff zwischen der Tierschutzorganisation Peta und dem Hamburger Tierpark Hagenbeck. Peta startet aktuell eine Kampagne gegen die Haltung von Menschenaffen in Zoos und nutzt als Argument gegen eine derartige Haltung einen prominenten aber veralteten Todesfall, der sich in dem Hamburger Zoo ereignete. Die Reaktion des Tierparks ließ nicht lange auf sich warten. 

Zehn Jahre ist es nun her, als die Orang-Utan-Dame Leila im Tierpark in einem Wassergraben ertrank. Sie war beim Fischen nach einem Brötchen, das ein Besucher ins Wasser geworfen hatte, ins Becken gefallen.

Für die Tierschutzorganisation Peta ist dieser in die Jahre gekommene Fall offenbar eine willkommene Story für ihre Kampagne, die sich für ein Ende der Menschenaffen-Haltung in Zoos einsetzt: In einem dazu veröffentlichten Newsletter der Organisation, der auch an den Tierpark Hagenbeck verschickt wurde, wird der tragische Tod des Affen noch einmal groß beschrieben. „Das haben wir nochmal aufgegriffen, damit diese Geschichte nicht in Vergessenheit gerät“, erklärt Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche Ivonne Wulz (Peta).

Peta: Teile des Affen wurden aus Profitgier verkauft

Die Organisation schreibt in der Mitteilung, wie Hagenbeck damals offenbar die Möglichkeit nutzte, Profit aus dem Tod des Orang-Utans zu schlagen. Sie sollen eine Körperhälfte an ein Tierversuchslabor verkauft haben. Im Vorfeld sei der Affe durchgesägt worden – so steht es in dem verschickten Newsletter.

Doch stimmt das überhaupt? Der Körper des Affen ging jedenfalls damals an das Zoologische Museum der Universität, heute CeNak (Centrum für Naturkunde). Er wurde präpariert und ist bis heute dort zu sehen. 

„Vielleicht haben wir eine Formulierung unglücklich gewählt, aber das Leiden der Menschenaffen in den Zoos ist ja Fakt“, diese Aussage von Ivonne Wulz von der Tierschutzorganisation lässt zumindest erahnen, dass die Informationen aus dem Newsletter vielleicht etwas überspitzt dargestellt wurden. 

Tierpark Hagenbeck: Todesfall bewusst völlig falsch dargestellt

Für den Tierpark sind die Aussagen nicht überspitzt formuliert, sondern schlichtweg falsch: „Wir sind zutiefst betroffen und entsetzt über die rücksichtslosen Lügen, mit der die Organisation Peta dieser Tage gegen uns vorgeht. Die frei erfundenen Behauptungen, dass Hagenbeck das Tier zersägt habe, in Teilen verkauft hätte und andere, weisen wir ausdrücklich zurück“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung.

Tierpark Hagenbeck unterstellt Peta ebenfalls Profitgier

Hagenbeck wiederum unterstellt der Organisation ebenfalls, Profit aus dem Todesfall des Affen schlagen zu wollen, in dem Peta die Aspekte bewusst diffamieren und völlig falsch darstellen würde: „Um Geld in die Kasse zu bekommen, scheuen sich die Marketingstrategen der Organisation nicht, einen der schlimmsten tierischen Unglücksfälle im Tierpark Hagenbeck in bewusst diffamierender und sachlich völlig falscher Darstellung zu bemühen“, so ein Auszug aus der Pressemitteilung. 

Dieser Streit zwischen Tierschutzorganisation Peta und dem Tierpark Hagenbeck  wird wohl so schnell nicht enden. Dazu sind sich beide Organisationen in puncto Tierschutz zu uneinig.

All rights and copyright belongs to author:
Themes
ICO