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Arbeitslosigkeit in St. Gallen erreicht Niveau von Mai 2019

ST. GALLEN - Ende Mai waren im Kanton St. Gallen 9489 Personen arbeitslos. Das sind fast auf die Zahl genau gleich viel (+6) als im Mai vor drei Jahren. Für Kurzarbeit sind laut Regionalem Arbeitsvermittlungszentrum noch 2500 Mitarbeitende vorangemeldet. Weiter gestiegen sei die Zahl der gemeldeten offenen Stellen.

Im April lag die Zahl der Stellensuchenden im Kanton noch bei rund 9970. Damit hat sich die Arbeitslosigkeit seither um 4,8 Prozent verringert. Dies sei erneut ein für diese Jahreszeit starker Rückgang, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei St. Gallen. Im Vergleich zum Mai 2021 seien 3878 Personen oder 29 Prozent weniger auf Stellensuche. Interessant ist auch der Vergleich zu den Zahlen vor der Pandemie: Ende Mai 2019 waren 9483 Stellensuchende auf den St. Galler Regionalen Arbeitsvermittlungszentren, kurz RAV, gemeldet, also genau sechs weniger.

Arbeitslosigkeit in allen Altersgruppen gesunken

Die Zahl der Stellensuchenden zwischen 15 und 24 Jahren lag Ende Mai um knapp 43 Prozent unter dem Vorjahreswert, bei 800 Personen. Die 25- bis 49-Jährigen unterschreiten den Vorjahresstand gemäss Aussendung um rund 2300 Personen oder knapp 30 Prozent. Die Zahl der 50-jährigen und älteren Stellensuchenden sei gegenüber dem Vorjahreswert um fast 1000 Personen gesunken. Das entspricht etwas weniger als ein Viertel.

Gegenüber dem April zeigt sich in der Industrie und im produzierenden Gewerbe ein Rückgang um 5,3 Prozent oder 203 Personen. Bei den Dienstleistungen betrage die kurzfristige Änderung 4,5 Prozent. Im Jahresvergleich ist die Abnahme in den Sektoren vergleichbar – Industrie: minus 31,3 Prozent, Dienstleistungen: minus 27,1 Prozent.

Die Zahl der für Kurzarbeit vorangemeldeten Mitarbeitenden sank per Ende Mai auf rund 2500 aus 63 Betrieben. Dies seien 900 Personen weniger als im Vormonat.

So viele Stellen wie noch nie

Ende Mai waren auf den RAV 6800 Stellen gemeldet, die höchste registrierte Zahl seit Gründung der Zentren im Jahr 1997. Über 80 Prozent davon stammten aus Berufen, die der Meldepflicht unterstehen. Am stärksten gesucht seien mit rund 5700 Stellen Hilfsarbeitskräfte, Dienstleistungsberufe und Verkäufer sowie Handwerks und verwandte Berufe. Der Anstieg beträgt im Vorjahresvergleich zwei Drittel, besonders stark sei er im Teilzeitbereich. Dort habe sich die Zahl mehr als verdoppelt. Der Anteil beträgt 22 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent).