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Sanchez droht Niederlage bei Parlamentswahl

Ministerpräsident Pedro Sánchez bei der Stimmabgabe in Madrid. Dem Regierungschef und seiner Sozialistischen Arbeiterpartei droht bei der Parlamentswahl eine Niederlage. (Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa)

In Spanien hat am Morgen die vorgezogene Parlamentswahl begonnen. Insgesamt 37,5 Millionen Spanier sind aufgerufen, 350 Abgeordnete des Unterhauses und einen Teil des Senats zu wählen. Umfragen zufolge droht der linken Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez eine Niederlage. Demnach könnte die konservative Volkspartei (PP) von Alberto Núñez Feijóo stärkste Kraft werden, sie dürfte die absolute Mehrheit von 176 Sitzen aber verfehlen. Zur Regierungsbildung wäre Feijóo dann auf die rechtspopulistische Vox angewiesen.
Unklar war, ob die Wahlbeteiligung an der Vorverlegung der Abstimmung mitten in die Hitze des Sommers und die Ferienzeit leiden würde. Für Córdoba in Andalusien sagte der Nationale Wetterdienst Aemet bis zu 40 Grad voraus, und auch in der Hauptstadt Madrid könnte die Temperatur am Nachmittag auf mehr als 35 Grad klettern. Eine Rekordzahl von 2,5 Millionen Menschen machte von ihrem Recht auf Briefwahl Gebrauch. Sánchez hatte die für das Jahresende geplante Wahl vorverlegt, nachdem seine Sozialisten und weiter links stehende Parteien bei Regional- und Kommunalwahlen Ende Mai eine Schlappe erlitten hatten.
Die Wahllokale schliessen um 20.00 Uhr. Kurz darauf werden Prognosen auf Basis von Nachwahlbefragungen veröffentlicht, die in der Regel zuverlässig sind. Mit Hochrechnungen auf der Grundlage der ausgezählten Stimmen ist erst später am Abend zu rechen. Auf den weiter westlich gelegenen Kanaren endet die Wahl um 21.00 Uhr (MESZ).