Liechtenstein
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Treffen der Polizeichefs in Vaduz

In Vaduz haben sich heute die Polizeichefs aus Österreich, der Schweiz und Liechtenstein getroffen.

Seit über 20 Jahren arbeiten die Sicherheitsbehörden in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein auf der Grundlage eines trilateralen Polizeikooperationsvertrags eng zusammen.

Wie die Landespolizei mitteilt, treffen sich die Polizeichefs der drei Länder regelmässig, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und der Kriminalitätsbekämpfung zu besprechen. Das diesjährige Treffen fand am Tag der «Internationalen Polizeilichen Zusammenarbeit» in Vaduz statt.

Vor 100 Jahren, am 7. September 1923, wurde in Wien mit der Gründung der «International Criminal Police Commission ICPC» die Grundlage für die moderne internationale Polizeikooperation und die spätere INTERPOL geschaffen. Polizeichef Jules Hoch hat die Direktorin des Schweizer Bundesamtes für Polizei (fedpol), Frau Nicoletta della Valle, und den Österreichischen Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Herrn Dr. Franz Ruf, an diesem symbolträchtigen Datum zum trilateralen Polizeicheftreffen nach Liechtenstein eingeladen. 

Anlässlich des Treffens bei der Landespolizei wurde das Funktionieren der äusserst engen und effizienten grenzüberschreitenden Polizeizusammenarbeit zwischen den drei Ländern gewürdigt. Liechtenstein profitiert dabei speziell von der Zusammenarbeit, da die Landespolizei zahlreiche auf den Polizeivertrag abgestützte Vereinbarungen abgeschlossen hat, die für ihre Aufgabenerfüllung zentral sind (z.B. Diensthundewesen mit Kantonspolizei Graubünden; Flugpolizeivereinbarung mit Österreich). Neben operativen Themen wurden aber auch wichtige rechtliche Neuerungen und organisatorische Herausforderungen in den drei Vertragsstaaten besprochen. 

Der Polizeichef nutzte das Treffen, um seinen beiden Gästen aufzuzeigen, wie der Kleinstaat Liechtenstein die immer grösseren rechtlichen, technischen und organisatorischen Anforderungen der internationalen Polizeizusammenarbeit im regionalen (FL-A-CH), europäischen (Schengen, Dublin, Europol) und globalen (Interpol) Kontext bewältigt.
Aus Anlass des Tages der «Internationalen Polizeilichen Zusammenarbeit» nahm auch Regierungschef-Stellvertreterin und Innenministerin Sabine Monauni am gemeinsamen Mittagessen teil. Sie bedankte sich dabei für die grosse Unterstützung, die die Landespolizei von den Sicherheitsbehörden in Österreich und der Schweiz regelmässig erhält. Zudem betonte sie die Bedeutung einer funktionierenden regionalen wie auch europäischen Polizeizusammenarbeit für die erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung sowie die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit.