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Ausschreitungen beim Fußballspiel zwischen Rümelingen und Medernach

Ehrenpromotion

Auf und neben dem Fußballplatz in Rümelingen ging es am Sonntag hoch her.

Auf und neben dem Fußballplatz in Rümelingen ging es am Sonntag hoch her. Foto: Lucien Wolff

Beim Fußballspiel zwischen Rümelingen und Medernach (3:2) kam es am Sonntag zu unschönen Szenen. Kurz vor dem Ende der Partie, die im Rahmen des sechsten Spieltags der Ehrenpromotion ausgetragen wurde, sorgte Medernachs Bryan Goncalves mit einer Grätsche gegen Cédric Cossou für Aufregung und sah dafür die Rote Karte.

Auf dem Spielfeld kam es zu einer Rudelbildung und daneben zu einer Schlägerei, an der sowohl Spieler als auch Zuschauer beteiligt waren. Andere Beteiligte versuchten, die Situation zu entschärfen. Erst als sich die Lage beruhigt hatte, konnte das Spiel fortgesetzt werden. Nach Spielschluss traf auch die Polizei ein.

Als Verband verurteilen wir jegliche Form der Gewalt und der Diskriminierung.

Warum es nach den anfänglichen Tumulten auf dem Platz komplett eskalierte, ist noch nicht bekannt. Nach Angaben von Medernachs Präsident Jean-Marc Clesen sollen Spieler von Medernach rassistisch beleidigt worden sein.

Die Szenen in Rümelingen könnten jedenfalls für einige Akteure ein Nachspiel haben. „Als Verband verurteilen wir jegliche Form der Gewalt und der Diskriminierung. Rassistische Beleidigungen sind nicht zu tolerieren. Allerdings darf danach auch keine Selbstjustiz verübt werden“, stellt FLF-Jurist Marc Diederich nach den Vorfällen klar.

„Es ist noch zu früh, um zu sagen, welche Schritte eingeleitet werden. Wir müssen auf den Schiedsrichterbericht warten. Auf Basis des Geschilderten überprüft die Kontrollkommission, was bei einem normalen Gericht die Staatsanwaltschaft ist und welche Regeln mutmaßlich verletzt wurden. Anschließend kann das Verbandsgericht ein Verfahren einleiten, während dem die unterschiedlichen Parteien und Zeugen zu Wort kommen. Gegen etwaige Sanktionen können die Betroffenen danach Einspruch einlegen“, weist Diederich auf die Prozeduren hin, die jetzt von der FLF eingeleitet werden könnten.

„Ich habe keinen Überblick, wie es zu den Ausschreitungen kam. Die Situationen hat sich glücklicherweise schnell wieder beruhigt. Ich möchte jetzt nicht spekulieren, aber rassistische Beleidigungen sind natürlich nicht in Ordnung“, sagt Rümelingens Präsident Gérard Jeitz.

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Nach den Vorkommnissen könnten die Rümelinger Verantwortlichen auch Stadionverbote verhängen, wie Diederich erklärt. „Sie haben das Hausrecht und damit die Möglichkeit, bestimmten Personen künftig den Zutritt zu verwehren.“