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Ein Sommer mit Susi und Benny

Gazettchen

Von absurd bis witzig: In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um Haustiere.

Unsere Nachbarn waren in die Ferien gefahren und konnten Susi und Benny nicht mitnehmen. Die beiden Kaninchen verbrachten den ganzen Sommer in ihrem Gehege mitten im Garten. Die Nachbarin bat uns, während ihrer Abwesenheit auf die Tiere aufzupassen. Sie erklärte uns, was alles zu tun sei und deutete an, dass sie bereits daran gedacht hatte, Susi und Benny abzugeben.

Unser Sohn hat schon oft den Wunsch nach einem Kaninchen geäußert – ein Meerschweinchen würde auch gehen. Jetzt bot sich ihm die ideale Gelegenheit.  Am frühen Morgen des ersten Tages ließ er die Tiere aus dem Kaninchenstall, er füllte die Trinkflasche auf und den Futternapf nach.

 Nach einer Woche waren Susi und Benny mehr Last als Freude.

Dann machte er sich auf die Suche nach Löwenzahn. Ich drückte ihm den Unkrautstecher in die Hand und verwies auf unseren Rasen. Abends machte er sich einen Spaß daraus, Susi und Benny in ihren Stall zu bringen und kontrollierte, ob die Türen auch gut verschlossen waren.

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Am zweiten Tag fing seine Begeisterung bereits an zu bröckeln. Seine Motivation auch. Jeden Tag ein bisschen mehr. Nach einer Woche waren Susi und Benny mehr Last als Freude. Mama oder Papa mussten sich um die Tiere kümmern. Ein Hund sei dann doch ein besserer Spielkamerad, so sein Fazit.

Anfangs spielten wir noch mit dem Gedanken, Susi und Benny zu adoptieren. Diese Idee haben wir schnell zu Grabe getragen. Auch den Wunsch nach einem Kaninchen – oder einem Meerschweinchen – hat der Sohn seither nicht mehr geäußert. Er will nun seinen eigenen Hund.

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