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Facebook-Konzern will stärker reale und digitale Welten verbinden

Social Media

Angekündigt wurde unter anderem die Brille Quest 3, die digitale Inhalte in reale Umgebungen integrieren soll.

Angekündigt wurde unter anderem die Brille Quest 3, die digitale Inhalte in reale Umgebungen integrieren soll. Foto: Andrej Sokolow/dpa

Der Facebook-Konzern Meta will mit einer neuen Spezialbrille reale Umgebung und digitale Inhalte enger miteinander verknüpfen. Gründer und Chef Mark Zuckerberg stellte dafür am Mittwoch das neue Headset Quest 3 vor. Es nimmt mit Kameras den Raum auf und stellt ihn dreidimensional dar. Danach kann man für die Nutzer digitale Objekte in die reale Umgebung einbetten. Das können unter anderem virtuelle Fotos an der Wand sein - oder ein Portal, über das man in eine andere virtuelle Welt schlüpfen kann.

Er gehe davon aus, dass man mit der Zeit in einem Raum mit genauso vielen digitalen wie realen Objekten interagieren werde, sagte Zuckerberg. Auch zum Beispiel bei Beratungen in Unternehmen dürften an einem Tisch zunehmend Menschen, digitale Avatare von abwesenden Mitarbeitern sowie verschiedene Chatbots sitzen. Der Alltag bestehe immer mehr aus einer Kombination physischer und digitaler Erlebnisse und eine zentrale Frage sei, wie man sie zusammenbringen könne.

Die Quest 3 bringt den VR-Pionier Meta stärker in direkte Konkurrenz mit Apple, das mit seiner anstehenden Brille Vision Pro ebenfalls reale und künstliche Welten verschmelzen will. Meta betont jedoch, dass man die Technologie erschwinglicher anbieten wolle: Quest 3 kostet in den USA 499 Dollar, während die Apple-Brille im kommenden Jahr für 3500 Dollar auf den Markt kommen soll.

Künstliche Intelligenz im Fokus

Zweiter Fokus der Ankündigungen bei Metas Entwicklerkonferenz Connect ist Künstliche Intelligenz. Zuckerberg stellte zum einen eine Software vor, die schnell Bilder aus Text-Vorgaben generieren kann, die dann später zum Beispiel in Beiträgen bei Online-Netzwerken verwendet werden können. Zum anderen will Meta die Nutzer mit KI-Bots interagieren lassen, die auf verschiedene Themen und Wissensbereiche spezialisiert sind. Prominente leihen ihre Gesichter dafür - etwa Football-Star Tom Brady für einen Bot zu Sport-Themen. Im „AI Studio“ soll man auch eigene Künstliche Intelligenzen entwickeln können.

Zuckerberg setzt schon lange auf virtuelle Welten. Er ließ den Facebook-Konzern in Meta umbenennen, um den Fokus auf die virtuelle Umgebung, das „Metaverse“, zu unterstreichen. Zugleich verschlingt die Entwicklung Quartal für Quartal Milliarden Dollar - während noch immer unklar ist, ob die Technologie einen Massenmarkt erobern wird.

Zeit spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung

Künstliche Intelligenz werde verändern, wie Menschen die meisten Produkte von Meta nutzen, betonte Zuckerberg. Zum Konzern gehören unter anderem auch Instagram sowie die Chatdienste WhatsApp und Messenger. Da KI-Software manchmal unerwartete und problematische Inhalte erzeugen kann, werde sich Meta mehr Zeit mit der Einführung solcher Funktionen als sonst üblich lassen. Man wolle verantwortungsvoll vorgehen.

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Meta stellte auch eine neue Version der gemeinsam mit dem Brillenspezialisten Ray-Ban entwickelten smarten Brille. Sie kann Bilder und Videos aufnehmen - und der KI-Chatbot von Meta kann  über winzige Lautsprecher Fragen von Nutzern beantworten. So kann man die Brille etwa Fragen, auf was für ein Bauwerk man gerade blickt. Wenn man die Brille bittet, ein Foto an einen Freund zu schicken, macht sie eine Aufnahme und versendet sie über die üblich verwendete Messaging-App. Auf Wunsch kann die Software auch automatisch einen Text zum gerade aufgenommenen Instagram-Video schreiben.