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Inflation im Land steigt wieder

Konsum

Das Ende des Sommerschlussverkaufs macht sich auch beim allgemeinen Kaufkraftverlust bemerkbar.

Auch das Einkaufen im Supermarkt ist teurer geworden.

Auch das Einkaufen im Supermarkt ist teurer geworden. Foto: Shutterstock

(he) – Nachdem die Inflation die letzten Monate tendenziell rückläufig gewesen ist, gab es zuletzt wieder eine Entwicklung in die andere Richtung. Wie Statec mitteilt, ist die jährliche Inflationsrate von 3,7 Prozent auf 4,2 Prozent im gestiegen. Gegenüber dem Vormonat war die Geldentwertung damit um 1,5 Prozent höher.

Kleidung als Preistreiber

Eine der wesentlichen Gründe für den jüngsten Anstieg ist nach Aussage der Statistiker das Ende des Sommerschlussverkaufs. Die Rückkehr der Preise für im Juli verkaufte Produkte auf ihr normales Niveau erkläre den starken monatlichen Anstieg um 13.9 Prozent in der Sparte Bekleidung und Schuhe. Im Vergleich zum August des Vorjahres verteuerten sich demnach die Preise für Bekleidung um 6.6 Prozent und die Preise für Schuhe um 6.3 Prozent. Weitere Rubriken, die ebenfalls vom Ende des Ausverkaufs betroffen waren, seien Möbel und Haushaltsartikel aus Textilien.

Unter Neutralisierung der Veränderungen aufgrund des Ausverkaufs und unter Ausschluss von Erdölprodukten stiegen die Preise für andere Waren und Dienstleistungen um 0,3 Prozent. „Diese Entwicklung löst eine Indextranche aus, die dazu führt, dass die Löhne, Gehälter und Pensionen ab dem 1. September 2023 um 2,5 Prozent steigen“, so Statec.

Brennstoffe spürbar teurer

Die Preise für Erdölprodukte sind bereits den dritten Monat in Folge gestiegen. Im August kostete ein Tankstopp für Diesel zehn Prozent mehr und der Preis für Benzin stieg um 6,2 Prozent. Für Haushalte, die ihren Heizöltank gefüllt haben, steigt die Rechnung im Vergleich zum Vormonat damit um fast 20 Prozent.

Trotz dieser Erholung blieben die Preise für Erdölprodukte jedoch um 1,3 Prozent niedriger als im gleichen Monat des Vorjahres. Mit dem Höhepunkt der Sommersaison stiegen die Preise für Pauschalreisen um 8,8 Prozent und reine Flugreisen sogar um 12,4 Prozent in einem Monat zu.

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Bei den Lebensmitteln hingegen gab es nur eine minimale Preissteigerung (0,4 Prozent). Preistreiber waren hier unter anderem Olivenöl (plus 5,1 Prozent), Tiefkühlgemüse (plus 3,9 Prozent) und Babynahrung (plus 3,5 Prozent) verzeichnet, während etwa Vollmilch (minus 2.6 Prozent) und Butter (minus 1.7 Prozent) günstiger waren. Im Jahresvergleich sind die Lebensmittelpreise insgesamt aber dennoch fast zehn Prozent höher.