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Jamaika feiert WM-Achtelfinaleinzug der „Reggae Girlz“

Fußball

Der Einzug ins WM-Achtelfinale ist für Jamaikas Fußballerinnen ein Meilenstein - die Prominenz des Landes gratuliert.

Cedella Marley, die Tochter von Bob Marley, ist eine der berühmten Gratulanten und freut sich über den Erfolg von Jamaikas Fußballerinnen.

Cedella Marley, die Tochter von Bob Marley, ist eine der berühmten Gratulanten und freut sich über den Erfolg von Jamaikas Fußballerinnen. Foto: Ian West/PA Wire/dpa

Die politische Führung sowie Persönlichkeiten aus Jamaika feiern den historischen Erfolg ihres Nationalteams bei der Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland. „Dies ist zweifellos der stolzeste Moment bisher in Jamaikas Fußballgeschichte“, schrieb die Kultur- und Sportministerin des Karibikstaats, Olivia Grange, in den sozialen Medien. Die „Reggae Girlz“ hatten am Mittwoch in Melbourne durch ein 0:0 gegen Brasilien als erstes Team aus der Karibik bei einer Fußball-WM die K.-o.-Runde erreicht.

„HISTORISCH!“, twitterte unter anderem Premierminister Andrew Holness. Ex-Sprintstar Usain Bolt gratulierte dem Team um die Stürmerin Khadija „Bunny“ Shaw von Manchester City ebenfalls über den Kurznachrichtendienst. Im Achtelfinale sind die Jamaikanerinnen ein möglicher Gegner des deutschen Nationalteams. Mitfavorit Brasilien schied überraschend aus.

Cedella Marley, Tochter der Reggae-Legende Bob Marley, veröffentlichte auf Facebook Fotos davon, wie sie vor Freude weinte. „SO STOLZ. 3 Spiele gespielt. Nicht ein einziges Tor zugelassen“, schrieb die Musikerin. Sie zitierte außerdem einen berühmten Spruch ihres Vaters: „#fußballistfreiheit“. Cedella Marley ist Botschafterin des Frauen-Fußballnationalteams ihres Heimatlandes und unterstützt dieses seit einigen Jahren über die Bob-Marley-Stiftung auch finanziell, nachdem das Team einst wegen Unterfinanzierung aufgelöst worden war.

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Kurz vor ihrer zweiten WM-Teilnahme hatten sich die „Reggae Girlz“ Mitte Juni in einem offenen Brief beim jamaikanischen Fußballverband JFF über Unzulänglichkeiten bei „Planung, Transport, Unterbringung, Trainingsbedingungen, Entschädigung, Kommunikation, Ernährung und Zugänglichkeit geeigneter Ressourcen“ beschwert. Um die Kosten der Reise nach Australien zu decken, organisierte die Mutter der Mittelfeldspielerin Havana Solaun eine Crowdfunding-Kampagne im Internet, bei der bislang etwas mehr als die Hälfte der angepeilten 100.000 US-Dollar (rund 91.000 Euro) zusammenkamen.