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Sanfte Kritik der Grünen am Familienministerium

Koalitionspartner im Visier

Die Bekämpfung der Armut erklären Déi Gréng zu einer Top-Priorität. Das Familienministerium soll sich deshalb künftig stärker einbringen.

Spitzenkandidatin Sam Tanson erachtet die Bekämpfung der Kinderarmut als eine Frage der Gerechtigkeit und der Chancengleichheit.

Spitzenkandidatin Sam Tanson erachtet die Bekämpfung der Kinderarmut als eine Frage der Gerechtigkeit und der Chancengleichheit. Foto: Shutterstock

Déi Gréng erklären die Bekämpfung der Armut zu einer „Top-Priorität“ für die kommenden Jahre. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf der Kinderarmut liegen, wie Spitzenkandidatin Sam Tanson betont: Das sei eine Frage der Gerechtigkeit und der Chancengleichheit.

Bei der Vorstellung ihrer sozialen Prioritäten – Kindergrundsicherung, Familienarbeitszeit, nationale Strategie zur Armutsbekämpfung – richten die Grünen zumindest sanfte Kritik an die Adresse des liberalen Koalitionspartners: Das Familienministerium müsse künftig eine stärkere Verantwortung übernehmen, als in der Vergangenheit, so Co-Parteichefin Djuna Bernard. Als Beispiel nennt sie Anpassungen am Revis aufgrund der im Sommer vorgelegten Zwischenbilanz.

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Als problematisch erachtet Sam Tanson auch, dass in den vergangenen Jahren zwar viele Pflaster gesetzt worden seien, eine zusammenhängende Politik jedoch ausgeblieben sei. Dies habe dazu geführt, dass das Arsenal an Leistungen, das sozial schwächere Mitbürger mit ihren Kindern in Anspruch nehmen könnten, einerseits beachtlich sei – andererseits wüssten die betroffenen Menschen oft nicht, dass es diese Leistungen überhaupt gebe, beziehungsweise dass sie diese abrufen könnten.

Die Kraft der Digitalisierung

Mit der Kindergrundsicherung wollen die Grünen Abhilfe leisten. Die Spitzenkandidatin spricht von einem Paradigmenwechsel und setzt auf die Kraft der Digitalisierung: Die Zukunftskeess soll fortan jene Gelder automatisch ausschütten, die bedürftige Familien über das aktuelle Kindergeld hinaus unter Berücksichtigung ihres Einkommens und der Zusammensetzung des Haushaltes zugute haben. Die zustehende Hilfe dürfe nicht an der Komplexität und Trägheit des Systems scheitern, betont Tanson den Ansatz ihrer Partei.