Luxembourg
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Stadt Luxemburg will unfertige Immobilienprojekte kaufen

Wohnungskrise bekämpfen

„Es muss eine andere Reaktion der öffentlichen Hand kommen“, sagt Lydie Polfer.

„Es muss eine andere Reaktion der öffentlichen Hand kommen“, sagt Lydie Polfer. Foto: Chris Karaba/LW-Archiv

Die Bemerkung von Lydie Polfer (DP) fiel am Mittwochmorgen beiläufig: Die Stadt Luxemburg will Immobilienprojekte, deren Bau ins Stocken geraten ist, aufkaufen. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt sprach das Thema beim City Breakfast an. Startpunkt der Diskussion war die Grundsteinlegung eines Projektes in Merl. „Der Teilbebauungsplan war bereits 2014 im Gemeinderat zur Abstimmung gekommen. Das ist ein Beispiel dafür, dass Prozeduren schneller abgewickelt werden. Und wir müssen schauen, ob die administrativen Zustimmungen noch Sinn ergeben“, erklärt Lydie Polfer.

Die Verantwortlichen aus der Märei wollen nun denselben Schritt gehen, wie der Staat, der Anfang September dieses Jahres ankündigte, 69 Millionen Euro zu investieren, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken, den Bauunternehmen unter die Arme zu greifen.

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„Es wird aktuell nicht mehr ausreichend gebaut, weil die Mittel bei der Bevölkerung nicht mehr präsent sind. Die Krise ist ernst zu nehmen. So muss von der öffentlichen Hand eine andere Reaktion kommen“, so die Bürgermeisterin: „Wir schauen mit Bauunternehmern und analysieren Projekte, bei denen sie nicht weiter kommen.“

Weitere Informationen gibt es nicht. Die Stadt Luxemburg will kommende Woche einen Aufruf starten. Lydie Polfer betont aber noch: „Wir werden keinen Aufpreis bezahlen. Es geht darum, den reellen Wert des jeweiligen Projektes zu bezahlen.“