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US-Team will Leidenszeit beenden

Golf

Zach Johnson führt das US-Team als Kapitän an.

Zach Johnson führt das US-Team als Kapitän an. Foto: AFP

Tiger Woods wird zu Hause vor dem Fernseher mitzittern, „sein“ Team nach vorne brüllen, er wird ohne Ende Motivations-SMS nach Rom schicken, alles für das eine große Ziel. Die Schmach der USA beim Ryder Cup, dem größten Golf-Spektakel der Welt, soll endlich ein Ende haben. 30 Jahre nach Wishaw.

„Er ist immer auf unserer Seite“, sagte US-Kapitän Zach Johnson: „Er ist da, um uns zu ermutigen. Er ist der beste Spieler unserer Generation. Zum Glück ist er ein US-Amerikaner. Wir werden sein Wissen und seine Weisheit und seine Offenheit und seine Leidenschaft so gut wie möglich nutzen.“

Wir haben eine wirklich große Aufgabe vor uns, aber wir haben auch eine phänomenale Gruppe von Jungs.

Und auch wenn Woods ab Freitag nicht selbst am Abschlag im spektakulären Marco Simone Golf & Country Club stehen wird, seine Unterstützung können sie gut gebrauchen. Denn: Die USA haben zuletzt vor 30 Jahren beim Ryder Cup auf europäischem Boden gewonnen. „30 years of hurt“ also bei diesem Mythos von Sportevent, USA gegen Europa, mit all seinen Geschichten und Legenden. Die Leidenszeit soll, nein muss ein Ende haben.

Jordan Spieth kam in dem Jahr zur Welt, in dem die USA zuletzt auf europäischem Boden triumphierten.
Jordan Spieth kam in dem Jahr zur Welt, in dem die USA zuletzt auf europäischem Boden triumphierten.

Jordan Spieth kam in dem Jahr zur Welt, in dem die USA zuletzt auf europäischem Boden triumphierten. Foto: AFP

Die meisten Mitglieder des US-Teams waren 1993 noch nicht einmal geboren. „Wir haben eine wirklich große Aufgabe vor uns, aber wir haben auch eine phänomenale Gruppe von Jungs“, sagte Jordan Spieth, der ausgerechnet 1993 zur Welt kam.

Rory McIlroy ist Europas Hoffnungsträger

Doch natürlich werden die Europäer vor rund 45.000 Fans täglich alles daran setzen, dass ihre Serie zu Hause hält. Und ganz besonders Superstar Rory McIlroy. Der Nordire hatte vor zwei Jahren bei der höchsten Niederlage in der Geschichte des Ryder Cup in Whistling Straits (9:19) ein Debakel erlebt, am letzten Tag aber noch einen Punkt geholt – und war nachher vor den Kameras in Tränen ausgebrochen.

Für Rory McIlroy ist der Ryder Cup ein ganz besonderes Event.
Für Rory McIlroy ist der Ryder Cup ein ganz besonderes Event.

Für Rory McIlroy ist der Ryder Cup ein ganz besonderes Event. Foto: AFP

Die Ereignisse damals haben „mich neu ausgerichtet und mir eine andere Einstellung gegeben“, sagte McIlroy, der aus der Niederlage Kraft schöpfte und seitdem sechs Turniere gewann: „Der ganze Lauf von Ende 2021, das ganze Jahr 2022 und auch dieses Jahr – alles begann mit diesem letzten Tag in Whistling Straits.“

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Der Ryder Cup ist eben nicht irgendein Wettbewerb. „Es ist die größte Plattform, die wir im Golf haben, die größte Bühne“, sagte McIlroy: „Es geht darum, sich selbst gerecht zu werden, aber auch für andere zu spielen.“ Und: „Wir bekommen keinen Pfennig Geld.“ Trotzdem geht es um alles.