Switzerland

An Geberit geht die Pandemie scheinbar schadlos vorbei

Die Pandemie dämpft zwar auch beim Sanitärtechnik-Konzern Geberit den Umsatz. Doch er musste weder Entlassungen aussprechen, Kurzarbeit beantragen, noch Saläre kürzen. Dank tieferer Marketingaufwendungen erzielt er derzeit sogar höhere Margen als vor der Pandemie.

Das Geschäftsmodell von Geberit scheint auch in der Krise zu funktionieren.

Das Geschäftsmodell von Geberit scheint auch in der Krise zu funktionieren.

Als Hersteller von WC-Spühlungen, Badezimmereinrichtungen und Rohrleitungssystemen hat auch Geberit die erste Welle der Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Doch der geringfügige Umsatzrückgang ist bis Ende September zumindest währungsbereinigt wettgemacht worden. Die bereits guten Margen haben sich gegenüber dem Vorjahr sogar noch verbessert, auf Stufe Ebit um 80 Basispunkte, auf Stufe Ebitda sogar um 130 Basispunkte. Die starke Abhängigkeit von Deutschland, das rund einen Drittel der Konzerneinnahmen bestreitet und wo laut Angaben Marktanteile gewonnen wurden, wirkt stabilisierend.

Die Margenausdehnung hat sowohl temporäre, aber auch strukturelle Gründe. Nur vorübergehend ist, dass während der Pandemie die Möglichkeiten für Marketingaktionen stark eingeschränkt waren. Das bleibt nicht lange so. Schon im laufenden Quartal sind entsprechende Mittel dafür budgetiert. Eher beständigerer Natur sind die Preiserhöhungen, die Geberit in regelmässiger Folge durchsetzen kann. Diesen Frühling konnten die Preise im Schnitt um 1% erhöht werden. Im kommenden Frühling sei ein solcher Schritt «wahrscheinlich», sagte Konzernchef Christian Buhl an der Telefonkonferenz.

Geberit gleicht dem Felsen in der Brandung. Das Unternehmen musste während der Krise keine Leute entlassen und auch nie Kurzarbeit beantragen. Im Schlussquartal sind sogar Lohnerhöhungen vorgesehen. Das ist zwar mit ein Grund, weshalb das Schlussquartal unter dem Vorjahr ausfallen wird. Trotzdem ist das Geberit-Management davon überzeugt, dass die Ebitda-Marge im gesamten 2020 höher ausfallen wird, als im Vorjahr (29,3%).

In einem Geschäft, in dem die Entwicklung nur wenige Wochen im voraus absehbar ist, scheint das eine mutige Äusserung zu sein. Vielen anderen Firmen fehlt diese Zuversicht. Geberit hingegen sieht sich bestätigt, dass ihr Geschäftsmodell auch in Krisenzeiten funktioniert. Es könnte also durchaus sein, dass Geberit gestärkt aus der Covid-19-Pandemie hervorgeht. Dies ist eine Floskel, die man derzeit von vielen Firmen hört. Bei Geberit tendiert man dazu, es auch zu glauben.

Geberit in Zahlen

Geldwerte in Mio. Fr. (IFRS)

Januar bis September 2019 2020 +/- %
Umsatz 2’262 2’381 –5
Betriebsergebnis Ebit 626.2 613.0 –2
Ebit-Marge (%) 26.3 27.1 -
Konzernergebnis 535.8 503.9 –6
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 606.8 558.3 –8
Kapitalrendite (Roic, %) 23.4 22.4 -
Eigenkapitalquote (%) 49.1 46.0 -
Nettoschulden 552.9 511.4 –8
Personalbestand 11690 11513 –2

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