Switzerland

Berner Florapark-Mörderin: Wird kleine Verwahrung verlängert?

Sie hat 2008 einen Mann mit gegen hundert Messerstichen umgebracht. Nun entscheidet das Gericht, ob die kleine Verwahrung der Frau um fünf Jahre verlängert wird.

In diesem Park stach die damals 22-Jährige gegen hundert Mal auf ihr Opfer ein.

In diesem Park stach die damals 22-Jährige gegen hundert Mal auf ihr Opfer ein.

Foto: Adriana Bella

Das Regionalgericht Bern befasst sich seit Freitag mit dem Fall einer Frau, die im November 2008 im Berner Florapark ein Zufallsopfer mit gegen hundert Messerstichen umbrachte. Das Gericht entscheidet, ob die sogenannte «kleine Verwahrung» der Mörderin verlängert wird.

Die zur Tatzeit 22-jährige Frau wurde im Herbst 2010 zu einer 15-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Diese Strafe wurde aufgeschoben zugunsten einer stationären psychotherapeutischen Massnahme.

Dies nennt sich im Jargon eine «kleine Verwahrung». Sie kann nach Ablauf mehrmals um höchstens fünf weitere Jahre verlängert werden. Aufgrund des noch jungen Alters der Angeklagten hatte das Gericht seinerzeit auf eine ordentliche Verwahrung der Frau verzichtet.

Überforderte Behörden

Die verurteilte Mörderin hatte schon als Jugendliche Gewalt- und Tötungsphantasien. Mit 16 stach sie ihrem Bruder ein Messer in den Rücken. Die Behörden waren zunehmend ratlos und überfordert mit dem ausserordentlich schweren Störungsbild der jungen Frau. Eine geeignete Institution für eine derartige minderjährige Straftäterin gab es in der ganzen Schweiz nicht.

So kam die Jugendliche zunächst in die Klinik Neuhaus in Ittigen und dann – mangels Alternativen – mit 17 Jahren ins Frauengefängnis Hindelbank. Dort wurde sie in eine geschlossene Abteilung des Hochsicherheitstrakts verbracht.

2006 kam sie wieder in die Klinik Neuhaus, wo zwei Jahre später die jugendstrafrechtlichen Massnahmen aufgrund des erreichten Alters ausliefen. Und wieder stellte sich die Frage: was nun?

Immer wieder Ärger mit der Polizei

Die Frau kam schliesslich in eine betreute Wohngemeinschaft in Bern. In den Monaten vor der Tat häuften sich die Meldungen bei der Polizei. Nicht weniger als 17 Mal wurde die Frau aufgegriffen, elfmal hatte sie ein Messer dabei, mit dem sie auch einen Polizisten verletzte.

Die Frau schlug sich als Gelegenheitsprostituierte durch. So kam sie am Abend des 18. November 2008 mit einem 52-jährigen tamilischen Freier in Kontakt. Die beiden begaben sich in den kleinen Florapark im Monbijouquartier. Dort kam es zu sexuellen Handlungen.

Plötzlich zückte die Frau ein Messer und stach auf den Freier ein. In einem Blutrausch fügt sie dem Zufallsopfer an die hundert Stiche zu. Als die Polizei eintraf, sass sie noch immer auf ihrem Opfer.

Der Entscheid des Regionalgerichts Bern-Mittelland zur Verlängerung der stationären Massnahme wird nächste Woche erwartet.

SDA/flo

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