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Switzerland
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Das wurde aus den Tieren nach dem Verbrechen: Chilli (9) ist seit der Tat bei der Nachbarin

Die Schweiz blickt nach Schafisheim AG. Auf den Prozess zum schrecklichen Vierfachmord. Auf die Fassungslosigkeit der Angehörigen, die ihre Liebsten verloren haben.

Unter dem Verbrechen von Rupperswil AG leiden auch die hinterbliebenen Hunde von Täter und Opfer. Was wurde aus ihnen nach dem 21. Dezember 2015?

Die beiden Hunde des Killers

Die beiden Alaskan Malamuten Lumi (3) und Baghira (5) waren das Ein und Alles von Täter Thomas N.* (34). Regelmässig veröffentlichte er auf Facebook Fotos von ihnen.

In den Ferien brachte er sie in den A3-Tierferienplatz Scherer nach Mülligen AG und liess sie dort rund um die Uhr überwachen, wie Inhaber Franz Scherer (55) bestätigt. «Ich war völlig überrascht, als ich hörte, was Thomas N. getan haben soll.»

Zwei Tage nach der Tat hatte N. sogar ein Bild ins Netz gestellt, das zeigt, wie er mit seinen Hunden auf dem Sofa kuschelt – und dazu Weihnachtsgrüsse verschickt.

Wieder zurück bei der Züchterin?

BLICK-Recherchen zeigen: Lumi und Baghira sollten zuerst ins Tierheim des Aargauischen Tierschutzvereins (ATs) nach Untersiggenthal AG kommen. Dies bestätigt Silvia Gmür (51), aber: «Wir hatten keine Plätze mehr frei.»

Die Hunde wurden deshalb in eine andere Pension gebracht. Dort will man nicht sagen, was mit ihnen passiert ist.

Laut BLICK-Informationen wurden die Hunde von N. nach Deutschland vermittelt. Zurück zur Züchterin? Die will sich auch nicht äussern. Es bleibt offen, was mit den Vierbeinern von N. passiert ist.

«Wir hoffen, dass sie an einem geeigneten Platz untergebracht wurden», so Gmür vom ATs. «Die Tiere können ja nichts dafür. Und die Haltung dieser Hunde war ja offenbar gut.» Es liege im Ermessen des Vermittlers, dem neuen Besitzer zu sagen, warum die Hunde einen neuen Platz suchen.

Das Hündli der getöteten Familie 

Bei Chilli (9) ist dies nicht nötig. Die neue Besitzerin des Havanesers weiss zu gut, woher das Hündli stammt: Es gehörte der getöteten Familie Schauer. K. S.* (54) ist die Nachbarin, die am Tatmorgen ins Haus von Carla Schauer (†48) ging und wie so oft Chilli zum Gassigehen holte.

Was K. S. nicht ahnte: N. war im oberen Stock – und hielt die anderen Opfer in Schach. K. S. merkte Carla nichts an. Und: «Ich wollte zudem schnell wieder raus, weil ich so dreckige Schuhe hatte», sagte K. S. gestern zu BLICK.

Chilli geht es gut 

Heute weiss sie: «Leider hatten nur ich und Chilli Glück.» Ihr und dem Hündli, das sie von den Angehörigen erhalten habe, gehe es gut. Aber: «In diesen Tagen kommt alles wieder hoch», so K. S. «Und Chilli meint wohl immer noch, dass ich nur zu ihr schaue und ihre Liebsten wieder zurückkehren.»

Zum Täter hat K. S. eine klare Meinung: «Er darf nie mehr freikommen.»

* Namen der Redaktion bekannt

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