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Switzerland

Der FCZ verliert zwar gegen Luzern, geht aber nicht unter

Für die Zürcher startet die Rückrunde mit einer 2:3-Niederlage gegen Luzern. Die Premiere von Luzern-Trainer Fabio Celestini glückt somit, wobei seine Mannschaft noch einige Arbeit vor sich hat.

Drei Luzerner Tore innert 15 Minuten: Margiotta (l.) trifft zum 1:3, Rüegg und Nathan sind zu spät.

Martin Meienberger / Freshfocus

Da waren sie wieder, die quälenden Momente des Zerfalls, während deren jenen, die mit dem unberechenbaren FC Zürich sympathisieren, angst und bange wird. Der FC Luzern kehrte innerhalb von 15 Minuten den frühen 0:1-Rückstand in eine komfortable 3:1-Führung. Als könnte das im Letzigrund leichter nicht sein, als hätte er eine ausgebuffte, gefestigte Mannschaft, die sich des Siegens sicher ist; als hätte seine Vorrunde nicht das eine oder andere Fragezeichen nach sich gezogen. Doch der weitere Verlauf des Abends offenbarte, dass man keine voreiligen Schlüsse ziehen sollte.

Die Zürcher sind nicht in Auflösung begriffen, drohten nicht 0:5 unterzugehen und hätten sich diesmal am Ende wenigstens das Remis verdient. Die Luzerner ihrerseits liessen im zweiten Teil erkennen, dass sie nicht den Fussballhimmel erreicht haben. Noch nicht. Ihr Torhüter Marius Müller wehrte sich zuweilen bravourös, einmal, zweimal, drei- und viermal. Sie spielten immer passiver und versuchten auf der anderen Seite rare Nadelstiche zu setzen. Als in der Nachspielzeit auch noch der Kopfball des Zürcher Verteidigers Nathan am Tor vorbeiflog, war die Niederlage des FC Zürich Tatsache und das Fazit von dessen Trainer Ludovic Magnin gezogen: «Diesmal war das Wettkampfglück nicht auf unserer Seite.»

Dabei hatte für die Seinen alles so gut begonnen, um einen Tag nach der Vertragsverlängerung mit dem Trainer auf dem Rasen ein positives Signal nachzuschicken. Keine 5 Minuten waren gespielt, ehe Marco Schönbächler das 1:0 erzielte. Zuvor hatte sich der noch nicht 19-jährige Luzerner Ashvin Balaruban bei seinem Debüt einen Fehler zuschulden kommen lassen. Der Luzern-Trainer Fabio Celestini sagte hinterher selbstkritisch, dass «das für Balaruban auf der linken Seite gegen Aiyegun Tosin etwas viel gewesen ist». Das mag sein. Doch wenn in einem Fussballspiel 5 Tore und dazu zahlreiche Torchancen zu konstatieren sind, steht dies immer auch mit Fehlern im Zusammenhang.

Auf jeden Fall sahen die etwas mehr als 8600 Zuschauer in der nebligen Zürcher Kälte ein überdurchschnittliches und gefälliges Super-League-Spiel. Auf eine gewisse Intensität weisen nicht weniger als 8 Verwarnungen und teilweise im Grenzbereich geführte Zweikämpfe hin. Und nicht zu vergessen: Zu Beginn standen neben den beiden Torhütern lediglich 5 Spieler auf dem Terrain, die älter als 24 Jahre sind. Da muss sich der eine oder andere Fehler zu viel einschleichen. Das Publikum bedankte sich.


8623 Zuschauer. - Schiedsrichter: Schnyder. – Tore: 5. Schönbächler (Mirlind Kryeziu) 1:0. 13. Voca 1:1. 25. Matos (Margiotta) 1:2. 27. Margiotta (Males) 1:3. 78. Kramer (Kololli) 2:3. – Zürich: Brecher; Rüegg, Nathan, Mirlind Kryeziu, Kempter (83. Winter); Janjicic (46. Mahi), Domgjoni; Tosin, Marchesano (57. Kololli), Schönbächler; Kramer. – Luzern: Müller; Sidler, Knezevic, Lucas, Balaruban (52. Grether); Matos (71. Mistrafovic), Voca, Ndenge, Ndiaye; Males (66. Schürpf), Margiotta. – Zürich ohne Sohm (gesperrt), Pa Modou, Charabadse (beide verletzt) und Omeragic (krank). Marchesano verletzt ausgeschieden. Luzern ohne Kakabadse, Schulz und Binous (alle verletzt) und Schwegler (krank). Super-League-Debüt des 18-jährigen Ashvin Balaruban. Verwarnungen: 7. Domgjoni (Foul), 20. Ndiaye (Foul), 29. Mirlind Kryeziu (Foul). 34. Balaruban (Foul), 45. Kramer (Foul), 46. Nathan (Foul), 74. Rüegg (Foul), 80. Sidler (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 18/38 (39:24). 2. Basel 18/36 (41:17). 3. St. Gallen 18/35 (42:25). 4. Servette 19/30 (30:19). 5. Zürich 19/30 (25:35). 6. Lugano 18/21 (18:19). 7. Sion 18/21 (25:35). 8. Luzern 19/21 (20:29). 9. Neuchâtel Xamax FCS 19/14 (21:34). 10. Thun 18/9 (16:40).

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