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Der Moto-GP-Weltmeister Marc Márquez fehlt auch in Brünn – die Titanplatte war zu schwach

Zuerst wurden Erinnerungen an die Wunderheilung bei Jorge Lorenzo wach. Doch nun weiss Marc Márquez: Humerusknochen ist nich gleich Schlüsselbein.

Der Rennarzt erteilte Marc Márquez grünes Licht für den GP von Andalusien – der Spanier freut sich zu früh.

Der Rennarzt erteilte Marc Márquez grünes Licht für den GP von Andalusien – der Spanier freut sich zu früh.

Imago

Ein Oberarmbruch braucht normalerweise sechs Wochen Heilungszeit. Beim WM-Auftakt in Jerez war der MotoGP-Weltmeister Marc Márquez gestürzt und hatte sich den rechten Oberarm gebrochen, sechs Tage später gab er im Training zum Grand Prix von Andalusien schon wieder Gas. Die Zuschauer staunten und erinnerten sich an das Husarenstück Jorge Lorenzos, der sich 2013 im Grand Prix von Assen im ersten Training das Schlüsselbein gebrochen hatte, tags darauf operiert wurde und 48 Stunden nach der Verletzung Fünfter wurde.

Doch der mächtige Humerusknochen ist anderen Kräften ausgesetzt als das filigrane Schlüsselbein. Nach ein paar erstaunlich schnellen Runden liessen die Kräfte im Unterarm nach. Der Ellbogen schmerzte, die Operationswunde war entzündet, Márquez sagte das Rennen ab. Die mit zwölf Schrauben verankerte Titanplatte im rechten Oberarm war verbogen. Márquez musste erneut unters Messer, wobei eine neue, grössere Platte eingesetzt wurde.

Der Vorwurf, Márquez habe übereilt auf ein Comeback gedrängt, stand im Raum. Doch der Spanier folgte nur den Vorgaben der Ärzte. Dass eine Titanplatte der Vollgasfahrt auf einem 300-PS-Motorrad standhalten würde, war allerdings pure Spekulation, entsprechende Erfahrungswerte gibt es nicht. Auf die Frage, warum der Startversuch von Márquez überhaupt zugelassen wurde, gab es von den Ärzten nur ausweichende Antworten. Beim entscheidenden Fitnesstest vor einem Rennen gehe es lediglich um die Sicherheit der anderen Fahrer auf der Strecke, sagte der für den GP von Andalusien zuständig gewesene Rennarzt. Márquez operiert hatte der katalanische Starchirurg Xavier Mir. Dieser liess es bei einer nebulös formulierten Presseerklärung bewenden. «Akkumulierter Stress» habe der ersten Titanplatte zugesetzt.

Der Arm brauche Ruhe, die Gesundheit gehe vor, heisst es nun bei Honda. Am Wochenende in Brünn wird Márquez durch den deutschen Honda-Testfahrer Stefan Bradl ersetzt. Falls kein medizinisches Wunder geschieht, wird er danach auch die beiden Rennen in Spielberg verpassen und wohl erst Mitte September in Misano wieder am Start stehen.

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