Switzerland

Dinos Check: Kreative Wüste im Profisport

Innovationsgeist? Der Schweizer Profisport tut sich schwer mit visionären Gedanken, selbst in einer Situation, in der man gefahrlos etwas riskieren könnte. Die National League Klubs betreiben für die nächste Zeit 12 Stadien, die ohne Zuschauer nur Kosten verursachen, aber keine Einkünfte generieren. Warum nicht für eine bestimmte Zeit mal in nur einem Stadion (dafür müsste man nicht mal kreativ sein, einfach die NHL kopieren) und in einer verdichteten Turnierform spielen? Oder in zwei Clustern oder in drei Gruppen oder an vier Wochentagen oder in fünf Extraschichten?

Geht alles nicht. Warum nicht? Weil man sich dann aus seiner Wohlfühlzone begeben und – behüte – gar mal ein Experiment wagen müsste? Eine aussergewöhnliche Situation erfordert aussergewöhnliche Massnahmen – und was tut die Branche? Stimmt zwischen spontanen Gottesanrufungen reflexartig die Klagelieder an und bettelt um Hilfe.

Der Profisport ist vielleicht keine staatstragende Institution, aber (noch) ist er systemrelevant. Damit er diese Position nicht verspielt, muss er sich vielleicht mal neu erfinden und vor allem: präsent bleiben. Die Klubverantwortlichen haben zuletzt immer neue Wege gefunden, um noch mehr Kohle zu scheffeln, aber kaum ist Krise, wird in den Schaltzentralen die Totalverweigerung des Konzepts der Innovation betrieben. Um keine alten Zöpfe abschneiden zu müssen, wird gerne die Standardfloskel «Das geht bei uns nicht» in verschiedenen Schattierungen bemüht.

Stattdessen wollen einige lieber die Saison unterbrechen. Wie bitte? Damit würde der Konsument exakt dann im Stich gelassen, wenn er etwas Ablenkung von diesem Schrottvirus und seinen Kollateralschäden am nötigsten hat. Das, meine Damen und Herren, ist die Antwort einiger dieser Manager auf die Anforderungen der Zeit: Aufgeben.

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